Sympathie im Vorstellungsgespräch

4 min. read
Multikulturelles Paar lachen und sitzen zusammen

Ob uns jemand sympathisch ist, entscheiden wir oft nach wenigen Sekunden. Dabei analysiert unser Gehirn eine Vielzahl von Signalen, wie Ausstrahlung, Mimik, Gestik oder auch die Stimme. Diese Faktoren müssen ein einheitliches Bild ergeben, nur dann wirkt eine Person authentisch und vertrauensvoll. Wir zeigen Dir, welche Faktoren unsere Sympathie beeinflussen und wie Du bei Deinem nächsten Vorstellungsgespräch möglichst sympathisch wirkst.

Grundlagen der Sympathie

Sympathie beschreibt ein Gefühl von spontaner Zuneigung gegenüber einem Menschen. Auch eine spontane Abneigung ist möglich, welche als „Antipathie“ bezeichnet wird.

Wir sind uns selbst sympathisch. Aus diesem Grund sind uns Menschen umso sympathischer, je mehr sie uns ähneln. Sympathie macht einen Fremden berechenbarer, da wir dessen Emotionen, Werte, Handlungen und Gedanken auf uns übertragen können und dadurch Vertrauen aufbauen. Sympathie hängt daher eng mit der Empathie zusammen. Je mehr wir uns in andere Personen hineinversetzen können, desto sympathischer wirken sie für uns.

Sympathie beim ersten Eindruck

Die Sympathie liefert uns beim ersten Eindruck immer ein verzerrtes Bild der Realität. Unser Gehirn sucht nach Mustern und gleicht diese mit vergangenen Ereignissen ab. Vielleicht erinnerst Du einen Menschen beim ersten Treffen an ein nerviges Nachbarskind aus der Kindheit und einen anderen Menschen an den netten Kellner aus dem Sommerurlaub. Wir haben also keinen direkten Einfluss auf unseren ersten Eindruck bei fremden Menschen.

Sympathie ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Sie ist plastisch wie unser Gehirn. Wird unser Ersteindruck nicht bestätigt und die Person verhält sich anders, als wir es erwartet haben, steigt unsere Neugier an diesem Menschen. Unser Gehirn wirft alte Erfahrungen über Bord und schafft neue Muster. So können Menschen, welchen wir mit Antipathie begegnen, uns im Laufe eines Gespräches sympathisch werden.

 Zum Jobportal Banner

So hinterlässt Du einen sympathischen Eindruck

Wie sympathisch Du auf andere wirkst, hast Du zum größten Teil selbst in der Hand. Im Umgang mit anderen Menschen zählen vor allem unsere Soft Skills. Manche bekommen diese bereits in die Wiege gelegt, andere müssen sie sich selbst erarbeiten.

Sympathie ist eine Maßeinheit für Vertrauen. Je sympathischer uns jemand ist, umso mehr vertrauen wir dem Menschen. Um Vertrauen zu Menschen aufzubauen, bewerten wir verschiedene Eigenschaften.

Charisma und Authentizität spielen eine große Rolle ebenso wie der Geruch, die Körperhaltung und die Stimme des Gegenübers. Wir können nicht alle Faktoren zu jeder Zeit beeinflussen, jedoch gibt es Eigenschaften, an denen wir aktiv arbeiten können.

Mit diesen Soft Skills wirkst Du sympathischer

Wir sind unserer Persönlichkeit nicht einfach so ausgeliefert. Charaktereigenschaften können sich das ganze Leben über verändern und wir haben aktiv Einfluss darauf.
Soft Skills lassen sich trainieren und helfen uns in der Gesellschaft einfacher zurechtzukommen. 

SPECTRUM Insight: Im Rahmen unseres Traineeprogramms wirst Du mithilfe unserer Soft-Skill-Schulungen gezielt auf alle Situationen des Berufslebens vorbereitet. Interesse? Hier geht’s zum Jobportal.

Die folgenden Fähigkeiten spielen bei der Sympathie eine große Rolle und lassen sich gezielt trainieren:

Toleranz: Toleranz ist die Basis für Sympathie. Antipathie bewusst wahrzunehmen und sich darauf einzulassen, mehr über den anderen Menschen zu erfahren, ihm zuzuhören und sich darauf einlassen zu können, die eigene Meinung zu ändern, sind die wichtigsten Voraussetzungen für das Schaffen von Sympathie auf beiden Seiten.

Transparenz: Ehrlichkeit und transparentes Verhalten helfen den Menschen, Deine Gedanken und Wünsche nachvollziehen zu können. Auch das Zugeben von Schwächen ist Teil der Transparenz, die Vertrauen schafft und Dich damit sympathischer macht.

Authentizität: Sich nicht zu verstellen, keine Rolle zu spielen und Gelassenheit auszustrahlen, unterstützen das Wecken von Sympathie. Authentizität ist geprägt durch Selbstbestimmtheit. Das bedeutet, die eigenen Bedürfnisse, Gedanken und Gefühle sehr gut zu kennen und das eigene Verhalten selbst zu bestimmen.

Weibliches Team sitzt in Buero vor Laptop und lachen wegen grosser Sympathie

Kritikfähigkeit: Kritikfähigkeit geht Hand in Hand mit Transparenz und Authentizität. Kritik wohlwollend aufnehmen zu können und Dankbarkeit für die Lernmöglichkeit auszustrahlen, macht Dich sympathischer.  

Leidenschaft: Wir empfinden Menschen sympathischer, wenn sie einer Tätigkeit leidenschaftlich nachgehen oder davon erzählen. Einer Person, die mit weit aufgerissenen Augen von ihrem Hobby erzählt oder ein Mensch, der seinem Traumberuf nachgeht, hören wir gerne zu. Aus diesem Grund werden für Dokumentationen meist die Leute für Interviews ausgewählt, die die größte Leidenschaft zu einem Thema ausstrahlen. Leidenschaft für ein Thema führt dazu, dass wir aufmerksamer zuhören und Menschen sympathischer finden.

Körpersprache: Körpersprache und Gestik sind ein Spiegel Deiner Emotionen. Toleranz, Leidenschaft und Authentizität lassen sich an ihr ablesen. Bei echter Authentizität sollte Deine Körpersprache automatisch alles richtig machen. Dennoch lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, da wir uns manchmal Haltungen angewöhnen, die ein falsches Bild vermitteln. Eine gerade und selbstbewusste Haltung, Blickkontakt mit Augen, die Leidenschaft ausstrahlen und ein aufrichtiges Lächeln in den richtigen Momenten sind dabei wichtige Faktoren. In unserem Blogbeitrag „Gestik – eine Einführung“, gehen wir noch detaillierter auf dieses Thema ein.

Fazit

Vielleicht fragst Du Dich jetzt, wo die Tipps für das Vorstellungsgespräch abgeblieben sind. Um es kurz zu machen: das Vorstellungsgespräch unterscheidet sich nicht von anderen Situationen, in denen wir fremde Menschen kennenlernen. Aus diesem Grund gelten alle Tipps für die Sympathie unabhängig der Situation. Der einzige Unterschied ist die auftretende Nervosität. Doch auch dafür haben wir einen passenden Beitrag. Hast Du Deine Nervosität überwunden und Dir die nötige Selbstbestimmtheit, Toleranz und Leidenschaft erarbeitet, kannst Du selbstbewusst und sympathisch in Dein nächstes Vorstellungsgespräch starten.           

Viel Erfolg! 😊

Verwandte Themen:

Was macht Dich einzigartig? So findest Du Deinen USP
6 Tipps für besseren Small Talk
Mit der Personal Brand in die Karriere: 10 Tipps zum Markenaufbau
Absage auf Deine Bewerbung: Es liegt nicht unbedingt an Dir
Absage nach dem Vorstellungsgespräch: So machst Du das Beste draus

Wir machen aus Talenten Experten.

Bildnachweise für diesen Beitrag:
495255492 © Mirko Vitali – stock.adobe.com
298311150 © fizkes – stock.adobe.com

Schreibe einen Kommentar