Studieren in den USA. Part II: Leben

Eine Gruppe von vier jungen Studenten mit USA Flagge die sich freuen.

In unserem Beitrag Studieren in den USA. Part I haben wir Dir gezeigt, wie Du Dich an Hochschulen bewirbst und erfolgreich ein Visum beantragst. In diesem Beitrag geben wir Dir ein paar Tipps für Deine Wohnungs- bzw. Zimmersuche, das Jobben in den USA und einige weitere Informationen, die hilfreich für Deine Anfangszeit in den Staaten sein könnten.

Step 1: Wohnungssuche

Am besten beginnst Du die Suche nach einer Unterkunft so früh wie möglich. Wie auch in Deutschland, hast Du meist die Wahl zwischen Wohnheimen der Universität, Wohngemeinschaften (WGs) oder einer eigenen Wohnung. Allerdings sind die Mieten in den USA oft teurer als bei uns.

My Experience: In New York City, wo ich gewohnt habe, sind die Mieten zum Beispiel so hoch, dass auch Wohnzimmer in Schlafzimmer umgewandelt werden. So kann man durch einen zusätzlichen Mitbewohner die Kosten verringern. Am sinnvollsten ist es daher, in einer WG oder im Wohnheim zu leben.

Zwei ausländische Studenten in ihrem gemeinsamen WG-Zimmer.

Hier ein paar Quellen, die Dir bei der Wohnungssuche behilflich sein können:

Hochschul-Websites

Die meisten Hochschulen bieten neben einem eigenen Wohnheim auch Foren an, die bei der Suche nach Mitbewohnern bzw. Wohnungen helfen.

Craigslist

Craigslist ist eine amerikanische Anzeigenwebsite, die unter anderem auch Wohnungen bereitstellt. Leider gibt es mittlerweile jedoch viele Betrüger auf der Seite. Gib deshalb acht darauf, niemals Geld vorab zu überweisen! Dann bist Du meist auf der sicheren Seite.

Facebook

Auf Facebook sind vor allem Gruppen interessant, die Wohnungen bzw. WG-Zimmer anbieten. So zum Beispiel die Gruppe „Gipsy Housing“.

Couchsurfing

Couchsurfing ist ein Gastfreundschafts-Netzwerk, dass Dir die Möglichkeit gibt, kostenlos auf der Couch eines Gastgebers zu schlafen. Dies ist vielleicht keine langfristige Lösung, könnte für die ersten paar Tage oder auch Wochen aber eine gute Alternative sein bis Du etwas Festes gefunden hast.

Student im Auslandssemester bei der Arbeit in der Cafeteria der Universität.

Step 2: Jobben als internationaler Student

Hast Du eine gemütliche Bleibe gefunden, möchtest Du Dir neben Deinem Studium womöglich etwas dazuverdienen. Grundsätzlich ist es nicht erlaubt, als Austauschstudent in den USA zu arbeiten. Allerdings gibt es da ein paar Ausnahmen:

  • Anstellungen, die von der Uni vergeben und direkt für die Uni geleistet werden.
  • Jobs bei Unternehmen, die sich auf dem Campus befinden und einen Service für Studenten oder den Campus leisten. Also z.B. der Buchladen der Universität oder die Cafeteria
  • OPT (freiwilliges Praxistraining), das Du vor oder nach Deinem Abschluss absolvieren kannst. Im Zuge dessen darfst Du ein Jahr lang bei Unternehmen arbeiten, die mit Deinem Studiengang und Abschluss in Verbindung stehen.
  • CPT (Pflichtpraxistraining), wozu die in Deiner Studienordnung vorgeschriebenen Praktika und praktischen Kurse gehören.
  • Jobs von anerkannten internationalen Organisationen, wie zum Beispiel der DAAD. Diese Organisationen bieten spezielle Jobs für internationale Studenten an, die den in USA vorgeschriebenen Regeln entsprechen.

SPECTRUM Tipp: Letztere verleihen übrigens auch Stipendien an internationale Studierende. Sicher auch keine schlechte Sache, um ein bisschen mehr Geld für das Studium zur Verfügung zu haben …

Studenten im Auslandssemester fahren mit dem Auto durch die USA.

Step 3: (Über-) Lebenswichtig

  1. Mit der Frage „How are you?“ wollen die Einwohner der Staaten meistens nur „Hallo“ sagen. Die Verkäuferin im Supermarkt erwartet nicht, dass Du daraufhin ausführlich über Deine Gefühlslage berichtest, sondern nur ein „Fine, thank you.“ oder ein „Hello“.

  2. Trinkgeld ist eine große Sache in den USA. Üblich ist, zwischen 15 % und 20 % der zu bezahlenden Summe, zusätzlich zu geben. Das gilt nicht nur für den Kellner im Restaurant, sondern bspw. auch für Taxifahrer, Kofferträger oder Friseure. Wer zu wenig oder gar kein Trinkgeld gibt, gilt als höchst unhöflich und wird unter Umständen sogar darauf hingewiesen, was zu peinlichen Situationen führen kann.

  3. Um in den USA Auto zu fahren, musst Du in einigen Staaten unbedingt einen internationalen Führerschein besitzen. Diesen kannst Du noch in Deutschland ganz einfach im Bürgerhaus Deines Wohnortes oder beim ADAC beantragen.

Ich hoffe, auch der zweite Teil unserer Reihe „Studieren in den USA“ hat Dir gefallen. In Teil III werde ich ein paar Tipps zum Leben und Studieren in NYC geben.

Mach’s nicht gewöhnlich. Mach’s anders.
#sonotmainstream

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