Studienabbruch im Vorstellungsgespräch erwähnen?

In einem Vorstellungsgespräch schaut sich ein Personalsachbearbeiter gerade einen Lebenslauf an

Du hast Dein Studium abgebrochen und Angst, im Bewerbungsgespräch damit konfrontiert zu werden? Da wäre es doch einfacher, gar nicht zu erwähnen, dass Du Dein Studium abgebrochen hast, oder? Nicht ganz! In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie Du mit Deinem Studienabbruch in einem Bewerbungsgespräch umgehen kannst.

Studienabbruch erwähnen oder nicht erwähnen?

Diese Frage lässt sich recht schnell beantworten. In einem Vorstellungsgespräch solltest Du in jedem Fall erwähnen, dass Du Dein Studium abgebrochen hast. Schließlich kennen die Personaler Deinen Lebenslauf ohnehin. Antworte also wahrheitsgemäß.

Vorbereitend solltest Du Dir jedoch schon vor dem Bewerbungsgespräch eine Antwort auf die Frage nach dem „Warum“ überlegen. Ein Studienabbruch ist kein Weltuntergang. Deshalb solltest Du offen und ehrlich damit umgehen können und benennen, was genau Dich dazu bewegt hat.

Wenn Du selbstreflektiert und selbstbewusst mit dem Abbruch umgehst, spricht das für Dich. Erkläre auch, was Du aus dem Studienabbruch gelernt und mitgenommen hast, welche Erfahrungen Du gesammelt hast und wie Du diese Erfahrungen in der Zukunft nutzen kannst.

Viele Personaler schätzen sogar die Lebenserfahrung, die Du durch den Abbruch gemacht hast, wenn Du es richtig begründest. Trotzdem möchten sie sich natürlich versichern, dass Deine Bewerbung durchdacht ist und Du das Unternehmen nicht gleich wieder verlässt.

Eine schwarze Bewerbungsmappe liegt auf einem weißen Tisch.

Nutze Deine (Arbeits-)Erfahrungen

Versuche, Dich im Bewerbungsgespräch vor allem auf deine Stärken zu konzentrieren. Zwar solltest Du den Studienabbruch thematisieren, kannst jedoch zeigen, dass Du trotzdem die gewünschten Fähigkeiten mitbringst.

Wenn Du neben dem Studium bereits Arbeitserfahrungen gesammelt hast, solltest Du diese auf jeden Fall benennen und erklären, welche Aufgaben in Deinen Verantwortungsbereich fielen. Aus jedem Job lassen sich erlangte Fähigkeiten und Qualifikationen ableiten, die wiederum zu einem positiven Eindruck bei den Personalern führen.

Falls Du Dich sportlich, kulturell oder anderweitig engagierst, kannst Du auch davon berichten. Ein solches Engagement beweist Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen. Dadurch kannst Du die öfter unterstellte Vermutung entkräften, dass Studienabbrecher schnell etwas hinwerfen.
Das wichtigste ist, dass Du Deine Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch davon überzeugen kannst, dass der Job genau das ist, was Du auch machen möchtest und dass Du mit Deinen bisherigen Erfahrungen und Fähigkeiten dafür geeignet bist. Denn die Investition in Deine Person soll sich aus Sicht des Personalers oder der Personalerin für das Unternehmen lohnen.

Eine junge Frau schaut lächelnd in die Kamera, sie freut sich über eine Zusage zu einem neuen Job.

Darauf kommt es wirklich an…

Viele Studienabbrecher haben Angst, dass das Thema Studienabbruch beim Vorstellungsgespräch im Vordergrund steht und alles andere überschattet. Oftmals ist das allerdings gar nicht der Fall. Die Personaler wollen Dich und Deinen Werdegang kennenlernen. Dazu gehört zwar unter anderem der Studienabbruch, aber eben auch viele andere Dinge.

Neben Deinen Fähigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen spielt es eine große Rolle, wie Du Dich präsentierst. Glaub an Dich selbst und trete selbstbewusst und authentisch auf. Wenn Du ehrlich erklärst warum Du Dich entschieden hast Dein Studium abzubrechen, hast Du weitaus bessere Chancen als wenn Du versuchst das Thema totzuschweigen.

Lass Dich nicht demotivieren!

Lass Dich nicht unterkriegen, auch wenn Du vielleicht bereits in Bewerbungsgesprächen warst, die nicht so gut liefen. Es gibt so viele, mitunter auch sehr erfolgreiche Menschen, die auch ohne ein abgeschlossenes Studium ihren Erfolgsweg gegangen sind.

Du hast Dein Studium abgebrochen? Egal ob Du einen Studienabschluss hast oder nicht, wir bei der SPECTRUM glauben an Dein Talent und freuen uns über Deine Initiativbewerbung!

Mach’s nicht gewöhnlich. Mach’s anders.
#sonotmainstream

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