Die Frage nach den Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch

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Holzplatten in Kopfform mit bunten und schhwarzen Papierknollen als Darstellung staerken und schwaechen

Eigentlich ist es wie die Aufforderung zur Selbstvorstellung nur eine Frage der Zeit, wann die klassische Nachfrage zu den Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch kommt. Dabei sollte man nicht zu sehr prahlen, sich aber auch nicht kleiner machen, als man ist. Wir verraten Dir, wie es Dir gelingt diese Frage souverän zu beantworten.

Stärken: Zeig, was Du kannst!

Bei der Frage nach den Stärken haben viele das Gefühl, sich jetzt behaupten zu müssen, am besten so viele Talente wie möglich zu nennen und dabei immer noch ein bisschen mehr drauf zu packen als eigentlich der Wahrheit entspricht.
Auf der anderen Seite bringt viele die Frage in Verlegenheit, weil es ihnen unangenehm ist, ihr Können so anzupreisen. Personaler wollen sehen, wie Du mit dieser schwierigen Situation umgehst und ob Dir bewusst ist, was Du kannst und woran Du noch arbeiten solltest.

Diese Frage muss Dich aber gar nicht ins Schwitzen bringen, wenn Du Dir im Vorhinein schon einmal überlegst, was Deine Stärken sind, was Dich ausmacht und was Dich eventuell von der Masse abhebt. Du musst nicht tausend Stärken aufzählen, um die Recruiter von Dir zu überzeugen. Beschränke Dich lieber auf ein Paar, die Du mit Beispielen aus Deinem Werdegang belegen kannst.

Junge selbstbewusste Frau geht selbstbewusst ins Vorstellungsgespräch.

Ein Beispiel: „Ich kann mich gut ausdrücken. In meiner letzten Tätigkeit war eine meiner Hauptaufgaben Reden vor großem Publikum zu halten.“

Der Beleg macht Deine Stärke anschaulich, glaubwürdig und authentisch. Da Lügen bekanntlich kurze Beine haben, kannst Du Dir diese gleich sparen. Es ist nicht förderlich zu behaupten etwas gut zu können, was in Wahrheit gar nicht der Fall ist. Dadurch erzeugst Du aufseiten des Arbeitgebers Erwartungen, die Du später nicht erfüllen kannst. Diesem Konflikt gehst Du besser von Anfang an aus dem Weg und bleibst bei der Wahrheit.

Mach Dich außerdem nicht klein! Du bist etwas, Du kannst etwas und Du brauchst Dich nicht zu genieren es laut auszusprechen. Ebenso wie Angeber und Übertreiber sind auch die schüchternen „Nichts-Zutrauer“ ungern gesehen. Wenn Du nicht einmal selbst von Dir überzeugt bist, wird es schwierig, die Personaler von Dir zu begeistern. Bediene Dich an dieser Stelle einer gesunden Portion Selbstbewusstsein. Das wirkt überzeugend und sympathisch.

Neben den Stärken und Schwächen kannst Du auch mit guten Fragen überzeugen. In diesem Beitrag findest Du die 5 besten Fragen für Dein Vorstellungsgespräch, mit welchen Du dem Personaler im Gedächtnis bleibst.

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Schwächen: Zeig erst recht, was Du kannst!

Kein Mensch ist perfekt. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Allerdings sind wir der Meinung, dass Menschen eigentlich gar keine Schwächen haben. Eine Schwäche ist nur eine umgekehrte Stärke. Deshalb brauchst Du Dir über die Frage danach auch keine Sorgen zu machen. Schwach ist nur, dass andere immer wieder versuchen Deine Schwächen auszumerzen, indem sie Dich immer und immer wieder damit konfrontieren. Viel erfolgreicher wirst Du, wenn Du das machen kannst, worin Du gut bist. Wer ständig nur versucht das zu tun, worin er schlecht ist, wird maximal Mittelmaß erreichen.

Ein Beispiel: Bist Du zurückhaltend, könnte man das als „zu ruhig“ interpretieren. Statt diese Charaktereigenschaft jedoch ins Negative zu ziehen, könnte man genauso gut daraus schließen, dass Du vielleicht ein guter Zuhörer bist.
Das Prinzip ist also ganz einfach: Jede Eigenschaft hat eine Gegenseite, die positiv ist. Verpacke Deine „Schwächen“ daher so, dass sie zu Stärken werden. Zeige, dass Du fähig bist, Dich selbst zu reflektieren und dabei erkennst, dass hinter jeder vermeintlichen Schwäche etwas Positives steckt, das Du nutzen kannst.

Junger Bewerber blick nach Vorstellungsgespräch zweifelnd zur Seite.

SPECTRUM Tipp: Nutze die Frage nach Deinen Schwächen, um zu zeigen, dass Du fähig bist Dich selbst zu reflektieren und dabei erkennst, was ausbaufähig ist. Im Zuge der Benennung der Schwäche kannst Du gleich hinzufügen, wie Du vorhast daran zu arbeiten.

Nenne niemals eine Schwäche, die eine essenzielle Tätigkeit/Eigenschaft für die angestrebte Stelle ist. Wenn Du Dich beispielsweise auf eine Stelle als Architekt bewirbst und als Schwäche nennst, dass es Dir schwerfällt räumlich zu denken, schießt Du Dich damit selbst ins Aus. Und auch auf 0815-Schwächen wie „Ich bin ein Perfektionist“ solltest Du verzichten, denn Personaler können diese mittlerweile schon nicht mehr hören.

Wir würden uns freuen mehr über Deine Stärken und Schwächen in einem persönlichen Gespräch zu erfahren und Dich darin zu fördern. Schau doch mal in unserem Jobportal vorbei und bewirb Dich bspw. für unser Traineeprogramm. Während des gesamten Bewerbungsprozesses bewegen wir uns stets auf Augenhöhe. Fiese Fragen gibt es bei uns nicht. Wir sind lediglich an einem gegenseitigen Kennenlernen interessiert, sodass Du ganz Du selbst sein kannst.

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Wir machen aus Talenten Experten!

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