So wird Social Media nicht zum Bewerbungskiller

Vier Freunde schauen schockiert auf ein Smartphone.

Circa 3,4 Milliarden Menschen nutzen heutzutage aktiv Social Media. Im Durchschnitt verbringen wir pro Tag etwa 116 Minuten auf verschiedensten Plattformen. Am häufigsten nutzen wir aktuell Facebook, YouTube und Instagram (Quelle: Brandwatch). Social Media ist zum ständigen Wegbegleiter unseres Alltags geworden. Dadurch denken wir jedoch oft nicht mehr bewusst darüber nach, welche Folgen dieses eine Bild oder diese eine Statusmeldung haben könnte.

Nicht alle Social Media Plattformen sind „gefährlich“, wenn es um das Thema Bewerben geht. Kanäle wie LinkedIn oder Xing können, ganz im Gegenteil, sogar sehr nützlich sein. Präsentierst Du Dich auf diesen professionell und hältst sie up-to-date, kannst Du darüber neue Kontakte knüpfen und so mit ein wenig Glück an tolle Jobs gelangen. Headhunter sind laufend auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern, die sie mithilfe des sogenannten Active Sourcing im Internet ausfindig machen.

Andere Plattformen können jedoch zum Bewerbungskiller werden. Hier kommt es vor allem auf die Inhalte an, die Du veröffentlichst. Es ist kein Geheimnis mehr, dass Personaler Social Media nutzen, um hinter die Fassade eines Bewerbers zu blicken. Für den Abgleich mit der perfekt formulierten Bewerbung finden sie im Netz in der Regel viele weitere Informationen über Dich.

Social Media No-Gos

Damit Dir Deine Social Media Aktivitäten in der Bewerbungsphase nicht zum Verhängnis werden, hier 6 einfache Tipps zum Umgang mit Deinen Social Accounts.

Eine junge Bewerberin checkt ihre Social Media Kanäle auf ihrem Laptop.

1. Offenes Dokumentieren der letzten Partynacht

Hier und da mal ein Bild mit gut gelaunten Freunden zu veröffentlichen ist absolut erlaubt. Versuche allerdings nicht unbedingt Fotos Deines schlimmsten Absturzes öffentlich preiszugeben.

2. Präsentieren Deines Zigaretten- und Alkoholkonsums

Verzichte darauf, häufig Bilder mit alkoholischen Getränken oder Zigaretten in der Hand zu posten.

3. Zeigen intimer Momente

Unabhängig davon, ob es sich um Fotos, Statusmeldungen oder Kommentare handelt, haben derartige Inhalte nichts mit einem seriösen Auftritt zu tun und sollten dementsprechend nicht von Deinem potenziellen Arbeitgeber gesehen werden. Leider gehören hierzu auch Strandfotos in Bikini oder Badehose.

4. Verbreiten provokativer, diskriminierender oder rassistischer Inhalte

Personaler sehen Dich sicherlich nicht als potenzielles Teammitglied, wenn Du im Internet andere Menschen beleidigst und provozierst.

5. Formulieren von Texten mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern

Natürlich wird ein Tippfehler, der Dir in Eile unterlaufen ist, nicht zum Jobkiller werden. Sind in Deinen Texten jedoch vermehrt gravierende Fehler zu finden, kann das schon einmal negativ auffallen.

6. Folgen unangebrachter Seiten oder Gruppen

Hast Du einen Überblick darüber, wem Du folgst? Überprüf einfach mal Deine Freundes- oder auch Gruppenliste und „entfolge“ unseriösen Personen.

Drei Freundinnen sitzen gemeinsam im Café und zeigen sich gegenseitig etwas auf ihrem Smartphone.

Generell solltest Du Dir unbedingt VOR dem Posten überlegen, was Du veröffentlichen und im Internet preisgeben möchtest und solltest, um es nicht irgendwann zu bereuen. Denn Fakt ist: Selbst wenn Du Dinge vermeintlich gelöscht hast, können sie im World Wide Web häufig noch gefunden werden. Gehst Du einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach oder hast ein spannendes Hobby? Dann poste doch mal davon!

Sprich unbedingt auch mit Deinen Freunden oder Familienmitgliedern, die etwas über Dich online stellen könnten. Sag Ihnen, dass Du vorher um Erlaubnis gefragt werden möchtest. Nichts ist peinlicher als ein von Mama gepostetes Babyfoto.

SPECTRUM Tipp 1: Auch ein Blick in Deine Privatsphäre-Einstellungen lohnt sich! Auf einigen Plattformen kannst Du Deine Inhalte beispielsweise nur für Freunde freigeben. Allerdings schützt das jedoch nicht unbedingt, wenn Du Deinen Chef als „Freund“ akzeptierst oder ein Bekannter einem Bekannten Dein Profil zeigt.

SPECTRUM Tipp 2: Google Dich selbst, um zu wissen, was völlig fremde Personen über Dich herausfinden können und behalte so die Kontrolle!

Wir hoffen wir konnten Dich ein wenig für dieses Thema sensibilisieren ohne Dir Deine Social Media Aktivitäten zu vermiesen. Auch wir sind natürlich auf den aktuellsten Plattformen vertreten (Xing, LinkedIn, Instagram, Facebook, Twitter).

Wir freuen uns auf Deinen Besuch. Weiterhin viel Spaß bei der Nutzung!

Mach’s nicht gewöhnlich. Mach’s anders.
#sonotmainstream

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