Smart Cities – nachhaltiges Leben in der intelligenten Stadt

Im Hintergrund sieht man eine belebte Straßenkreuzung in der Stadt. Im Vordergrund schweben 3D-gerenderte Punkte die mit Linien verbunden sind. Dies soll Vernetzung symbolisieren.

Anfang des 19. Jahrhunderts lebten nur circa 2% der Erdbevölkerung in Städten. Weitere 100 Jahre später waren es schon 13% und um die Jahrtausendwende stieg die Anzahl weiter auf 47%. Ein aktueller UN-Bericht prognostiziert einen Anstieg der in Städten lebenden Weltbevölkerung auf 75% bis zum Jahr 2050.

Durch die permanent steigende Anzahl an Menschen, die in den Metropolen der Welt leben, werden die natürlichen Ressourcen in deren Umfeld überstrapaziert und schädliche Emissionen aus urbanen Regionen schießen in die Höhe.

Diese Entwicklung zeigt mehr denn je, dass es notwendig ist, Maßnahmen zu ergreifen, die Städte dazu befähigen, ihre Ressourcen nachhaltiger und intelligenter zu nutzen. Um das Leben in der Stadt heute und in Zukunft lebenswerter zu machen und unsere Umwelt zu entlasten, könnte das sogenannte „Smart City“-Konzept eine Lösung liefern.
Elektrobus an einer Ladestation auf der Straße.

Was macht eine City smart beziehungsweise was bedeutet Smart City?

Der Begriff „Smart City“ ist politischen Ursprungs. Eine eindeutige Definition existiert bisher nicht. Im Wesentlichen fasst dieser Begriff verschiedene Konzepte für ein nachhaltigeres und besseres Leben im urbanen Umfeld zusammen. Dabei spielen besonders Konzepte aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie sowie deren Vernetzung eine tragende Rolle.

Zentrale Themenbereiche, die das Smart City-Konzept enthält, sind zum Beispiel:

  • Lebensqualität für Bewohner
  • Bürgerfreundliche Verwaltung
  • Umwelt- und Ressourcenschonung
  • Wirtschaftliche Attraktivität
  • Mobilität und Infrastruktur
  • Energieeffizienz

Der Weg zur Smart City

Bei der Umsetzung eines Smart City-Konzepts spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Diese Faktoren variieren von Stadt zu Stadt. Im Grunde sollten aber alle smarten Cities folgenden Elemente berücksichtigen:

  • Sinnvolle Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verbesserung der Lebensqualität im Alltag.
  • Einsatz und Vernetzung effizienter und intelligenter Infrastrukturen
    (intelligente Stromnetze, nachhaltige Abfallwirtschaft, …).
  • Transparente Stadtverwaltung: Alle Bürger haben Zugang zu relevanten Daten der Stadtverwaltung.
  • Förderung von proaktiver Bürgerpartizipation bei Entscheidungen und Planungen durch vereinfachte Prozesse.
  • Flexibles Stadtdesign, welches neue und existierende Stadtbewohner berücksichtigt.
  • Anreize für Unternehmen, sich an der Stadtvernetzung zu beteiligen.

Ein Geschäftsmann sitzt im Elektrobus und meldet gerade eine Beschädigung der Straße über eine spezielle App, an die Stadtverwaltung.

Warum sind Smart Cities auch für Unternehmen attraktiv?

Um ein Smart City Konzept erfolgreich zu etablieren, sollten Städte und Unternehmen zusammenarbeiten. Unternehmen können beispielsweise Teile ihrer Unternehmensstrukturen in smarte Stadtkonzepte integrieren.
Sie fördern damit die Entwicklung des Gesamtkonzepts und profitieren langfristig von einer besseren Infrastruktur, geringeren Lieferzeiten, Energie- bzw. Produktionskosten sowie einer Senkung umweltschädlicher Emissionen.

Die Smart City „Santander“

Die nordspanische Stadt Santander dient vielen Stadtplanern überall in Europa als Musterbeispiel für digitalen, urbanen Lebensraum im Sinne einer Smart City. Insgesamt befinden sich in der gesamten Stadt circa 12.000 digitale Sensoren, die zu unterschiedlichsten Zwecken eingesetzt werden:

  1. Mit einer speziellen Park-App finden Anwohner und Besucher der Stadt effizienter einen Parkplatz. Sensoren im Straßenbelag erkennen, ob sich gerade ein Fahrzeug auf einer Stellfläche befindet und melden diese Information in Echtzeit an die App.
  2. Sensoren in den Mülltonen übermitteln dem zuständigen Abfallbetrieb ab einer Füllmenge von 90% ein Signal. Dadurch werden überquellende Mülleimer und unnötige Fahrten vermieden.
  3. Weitere Sensoren senden Wetterinformationen, Daten zur Luftqualität oder Informationen zur aktuellen Verkehrsdichte an Bildschirme in Taxen, Polizeifahrzeugen, öffentlichen Verkehrsmitteln und an Häuserfassaden, um die Bürger der Stadt zu informieren.
  4. Besonders beliebt ist eine App, mit der die Stadtbewohner Schadensmeldungen direkt an die Stadtverwaltung weiterreichen können. Online kann jeder den Status der Schadensmeldungen verfolgen. Diese Transparenz hat bereits dazu geführt, dass beispielsweise Schlaglöcher deutlich schneller geflickt werden als vor der Einführung der App.

Schon diese Beispiele zeigen, dass Santander aktuell wohl die smarteste Stadt in Europa ist. Sie dient zahlreichen Stadtverantwortlichen überall auf der Welt als Reallabor und Vorbild.

Hellhaarige junge Frau macht ein Foto von einer Smart City mit ihrem Smart Phone.

Fazit

Durch die Vernetzung moderner Technologien in einer Smart City werden die Lebensqualität ihrer Bewohner gesteigert sowie langfristiges Wirtschaftswachstum mit nachhaltiger und ökologischer Stadtentwicklung verbunden.

Smart Cities sind eine Chance für uns alle.

Sollten Sie Unterstützung beim digitalen Wandel Ihres Unternehmens benötigen, beraten wir Sie gerne. Im Rahmen unserer „Talent Solutions“ beschäftigen wir uns tagtäglich mit den Herausforderungen von Unternehmen in einer schnelllebigen digitalen Welt.

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