Schlechte Fragen für das Vorstellungsgespräch – Welche Fragen Du lieber meiden solltest

Ein Fragezeichen wird von einer Hand auf einen transparenten Grund geschrieben.

Nachdem wir uns im Artikel „Gute Fragen für das Vorstellungsgespräch …“ damit beschäftigt haben, mit welchen Fragen Du beim Vorstellungsgespräch besonders punkten kannst, soll es in diesem Artikel darum gehen, welche Fragen Du besser nicht stellst, wenn der Personaler wissen will: „Haben Sie noch Fragen?“

Stressfaktor Vorstellungsgespräch

Für die meisten Bewerber bedeutet ein Vorstellungsgespräch Stress. Man befindet sich in einer Ausnahmesituation und ist vor Aufregung einfach nicht man selbst. Doch keine Sorge: Jeder Personaler hat Verständnis dafür, dass Bewerber im Vorstellungsgespräch aufgeregt sind. Das ist völlig normal und überhaupt nicht schlimm.

Ein Bewerber sitzt mit einer Tasse Kaffee in der Hand vor seinem Laptop.

Prepare and Listen

Trotz aller Aufregung solltest Du unbedingt darauf achten, Deinem Gegenüber im Vorstellungsgespräch aufmerksam zuzuhören und Dich angemessen auf das Gespräch vorzubereiten. Denn mangelnde Aufmerksamkeit und schlechte Vorbereitung sind eine besonders häufige Quelle für Fragen, die keinen positiven Eindruck hinterlassen. Fragen, die beispielsweise bereits ausführlich in der Unternehmensvorstellung Deines Gegenübers beantwortet wurden oder Fragen, die Du Dir mit einer kurzen Internetrecherche vorab hättest selbst beantworten können, solltest Du deshalb lieber meiden.

Top 5 Fragen, die Du im Vorstellungsgespräch NICHT stellen solltest

Junger Bewerber macht die Shruggie Geste weil er nicht weiss was er fragen soll.

1. „Was macht das Unternehmen genau?“

Fragen wie diese oder „Welche Dienstleistungen bietet Euer Unternehmen an?“ bis hin zu „Wie groß ist Euer Unternehmen?“ gehören zur Kategorie „googeln hilft“ …
Durch solche Fragen wirkst Du schnell unvorbereitet und desinteressiert und Deine Chancen auf weiterführende Gespräche oder gar eine Zusage sinken. Dabei sind Fragen zum Unternehmen keineswegs unangebracht. Sie sollten nur über eine oberflächliche Google-Suche hinausgehen.

SPECTRUM Insight: Unsere Recruiterin Kathrin  hat dazu einen hilfreichen Tipp:

„Wenn Du zur Vorbereitung auf Dein Vorstellungsgespräch gründlich recherchierst hast, kannst Du einen positiven Eindruck hinterlassen, indem Du Fragen stellst, die auf Deine Recherchen aufbauen. Zum Beispiel: ‚Bei meiner Vorbereitung habe ich … gelesen. Hierzu würde mich … interessieren‘.“

2. „Wie schnell kann ich aufsteigen?“

Natürlich freut es einen Personaler, wenn Du zeigst, dass Du dazu bereit bist, Dich weiterzuentwickeln. Dennoch wirkt diese Frage im Erstgespräch so, als ob Du eher an einer schnellen Karriere als an der Stelle, für die Du Dich gerade vorstellst, interessiert bist.

Wenn Du trotzdem nach Deinen Aufstiegschancen fragen möchtest, dann formuliere diese Frage lieber so: „Mir ist es wichtig, mich auch in Zukunft stetig weiterzuentwickeln. Gibt es bei Euch Programme zur Mitarbeiterentwicklung oder bietet Ihr bestimmte Weiterbildungen an?“ So zeigst Du neben Deiner Entwicklungsbereitschaft auch Interesse an der Unternehmenskultur.

3. „Kann ich früher kommen und dafür früher gehen?“

Eine ausgeglichene Work-Life-Balance wünscht sich eigentlich jeder. Und dass Du erfahren möchtest, wie das mit den Arbeitszeiten bei Deinem potenziellen neuen Arbeitgeber geregelt ist, ist auch völlig klar. Doch mit dieser Frage wirkst Du bei Deinem Gegenüber schnell so, als ob es Dir wichtiger ist, schnellstmöglich nach Hause zu kommen als Deinen potenziellen neuen Job mit Motivation und Leidenschaft anzugehen.

Heb Dir diese Frage lieber für einen späteren Zeitpunkt auf oder frag, wie ein typischer Arbeitstag im Unternehmen aussieht, um die gängigen Arbeitszeiten besser einschätzen zu können.

4. „Wird mein PC überwacht?“

Viele Unternehmen sind heutzutage relativ tolerant gegenüber privatem Surfen – solange dies in einem angemessenen Rahmen abläuft. Diese Frage hört sich für den Personaler jedoch so an, als ob Du Deinen Arbeitsrechner primär privat nutzen möchtest und sicher gehen willst, dass Du dabei nicht erwischt wirst.

Mit dieser Frage hinterlässt Du ziemlich sicher keinen positiven Eindruck bei Deinem Gesprächspartner. Lass sie daher am besten ganz weg.

5. „Wie lange dauert es bis zur ersten Gehaltserhöhung?

Fragen nach dem Gehalt haben in aller Regel im ersten Vorstellungsgespräch nichts verloren, solange das Thema nicht vom Unternehmen selbst angesprochen wird. Nach einer Gehaltserhöhung zu Fragen bevor Du tatsächlich für das Unternehmen gearbeitet hast, hinterlässt sicherlich keinen guten Eindruck. Diese Frage ist ein ganz klares Eigentor.

SPECTRUM Insight: Bewirbst Du Dich als Trainee bei uns, erfährst Du direkt im Bewerbungsgespräch, wie viel Du verdienen wirst und ab wann es Gehaltserhöhungen gibt. Wenn es Dich generell interessiert, was man als Trainee verdient, solltest Du Dir unseren Blogartikel zum Thema Trainee-Gehalt anschauen.

Ein Geschäftsmann hält ein Bündel Euro Scheine ins Zentrum des Bilds.

Fazit

Die genannten Beispielfragen dienen alle dazu, Informationen zu erhalten, die Dich als Bewerber selbstverständlich interessieren und die Du auch von Deinem zukünftigen Arbeitgeber erfahren solltest. Doch achte unbedingt auf den richtigen Zeitpunkt und die richtige Formulierung!

Fragen zu Deinen persönlichen Annehmlichkeiten wie Gehalt oder Arbeitszeiten sind im ersten Vorstellungsgespräch eher ungünstig. Stelle solche Fragen lieber zu einem späteren Zeitpunkt. Und mit offenen, auf Deinen Recherchen aufbauenden Fragen hinterlässt Du eher einen positiven Eindruck bei Deinem Gegenüber als mit geschlossenen, oberflächlichen Fragen.

Inspiration für wirklich gute Fragen im Vorstellungsgespräch sowie viele weitere Tipps und Tricks rund um das Thema Bewerbung findest Du in unserem Newsroom.

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