Recruiting durch Roboter? – Was es mit dem Robo-Recruiting auf sich hat

Ein Roboter sitzt mit einem Stifft in der Hand an einem Schreibtisch und schreibt etwas auf während er auf eine Laptopschaut

Robo-Recruiting – Was genau ist das eigentlich? Wenn Sie dabei an humanoide Roboter denken, die Personaler in Vorstellungsgesprächen ersetzen, so liegen Sie mit Ihrer Annahme falsch. Denn beim Robo-Recruiting geht es vielmehr um automatisierte Prozesse, die durch künstliche Intelligenz und Digitalisierung ermöglicht werden. Was der Begriff konkret bedeutet, zeigen wir Ihnen in unserem folgenden Beitrag anhand verschiedener Beispiele.

Bewerberselektion über die Online-Bewerbung

Für viele von Ihnen mag dieses Beispiel kein neuartiges sein, denn es ist eines der ersten, bei welchem KI in den Recruitingprozess Einzug gehalten hat. Bei den meisten Unternehmen sind Online-Bewerbungen heute Standard. Oftmals geht es bei dieser Methode allerdings nicht nur darum, die Bewerberdaten digital verfügbar zu machen. Häufig liegen hinter den vom Bewerber auszufüllenden Formularen Software-Systeme, die diejenigen Bewerber aussortieren, die die geforderten Kriterien nicht erfüllen. Der Algorithmus der eingerichteten Software selektiert nach Ihren gewünschten Vorgaben. So können Sie sich die Stellensuche bei einem klar umrissenen Anforderungsprofil erleichtern.

SPECTRUM Insight Trotz der vielen Möglichkeiten, die Ihnen eine automatisierte Bewerberselektion bietet, hat diese auch ihre Tücken. Können Sie damit Talente erkennen, die vielleicht noch nicht alle Anforderungen erfüllen, aber großes Potenzial bergen? – Fehlanzeige. Uns ist es besonders wichtig, die Menschen und Persönlichkeiten hinter den Bewerbungen zu sehen. Aus diesem Grund sind unsere Prozesse nicht vollständig automatisiert. Natürlich wird dies mit steigender Unternehmensgröße und Bewerberanzahlen immer schwieriger, doch durch eine Automatisierung verlieren Sie talentierte Kandidaten, die lange nicht so unpassend sind wie sie zu sein scheinen. Besonders vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sollte dies trotz der vielen Vorteile, die eine Automatisierung mit sich bringt, zu denken geben. Nicht ohne Grund sind wir mit der Suche nach passenden Nachwuchstalenten und Experten so erfolgreich.

XING, LinkedIn & Co. – Recruiting über soziale Netzwerke

Active Sourcing gehört nach wie vor zu den aktuellen Recruitingtrends. Über Business Netzwerke wie XING und LinkedIn suchen Recruiter und Headhunter gezielt nach Kandidaten. Besonders hilfreich ist dabei die Matching-Funktion. In ihren Profilen geben Kandidaten an, wonach sie aktuell oder auch ganz allgemein suchen. In der Suchfunktion können Sie die relevanten Suchbegriffe eingeben und schon werden Ihnen die passenden Profile dazu herausgegeben. So können Sie sich den Recruitingprozess deutlich vereinfachen.

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag 6 Tipps für erfolgreiches Social Media Recruiting.

Chatbots im Recruiting

Die sogenannten Chatbots haben schon vielerorts Verwendung gefunden. Sie sollen bei der Kommunikation helfen und dort unterstützen, wo es wiederholende Prozesse gibt, bei welchen potenziell Zeit eingespart werden kann. Konkret handelt es sich dabei um digitale Chatpartner, mit welchen Bewerber auf Webseiten oder in Facebook, WhatsApp und Co. kommunizieren können. Die Bots antworten automatisiert auf die eingehenden Nachrichten. Im Hintergrund sind Antworten auf diverse Standardfragen hinterlegt, sodass die Chatbots eingehende Nachrichten auf kompetente Weise beantworten können. So ist stets jemand erreichbar und ein Bewerber muss nicht lange auf eine Antwort warten.
Natürlich ersetzen die Roboter die Kommunikation noch nicht vollständig. Individuelle Fragen kann ein Chatbot im Normalfall leider nicht beantworten. Hier setzen dann wieder Sie ein. An vielen Schnittstellen können Chatbots jedoch eine komfortable Lösung für die externe Kommunikation bieten.

Vorstellungsgespräch mit einem Roboter

Nachdem Ihnen die bisherigen Beispiele vermutlich geläufig sind, ist dieses Beispiel brandaktuell. Bei einem Bewerbungsgespräch dieser Art nehmen eine Roboterstimme sowie eine künstliche Intelligenz am Gespräch teil. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: Die Gespräche laufen standardisiert ab, sodass eine bessere Vergleichbarkeit der Bewerber ermöglicht wird. Außerdem sind die Gespräche in den meisten Fällen sehr viel effizienter. Ziel des Ganzen ist es, dass die Software die Eignung des Kandidaten ohne menschliche Einflussfaktoren auswertet. Die finale Bewerberauswahl wird nach der Auswertung des Gesprächs allerdings wieder von Menschen betrieben.

Wo ziehen Sie die Grenze beim Robo-Recruiting? Ein absolutes Muss oder mit Vorsicht zu genießen? Gerne tauschen wir uns mit Ihnen über die besten Recruiting-Methoden für Ihre neuen Mitarbeiter aus. Werfen Sie dazu einen Blick in unsere Career Solutions.

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