Onlinebewertungen – Wie sie Mitarbeiter und Bewerber beeinflussen

Drei Emoji Würfel auf einer Tastatur.

Onlinebewertungen haben für die Gewinnung potentieller Arbeitnehmer und die Mitarbeiterzufriedenheit heutzutage eine große Bedeutung. Jeder kann seine Erfahrungen und Meinungen mittlerweile auf diversen Seiten im Internet posten – und das nicht nur in sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Facebook oder beim Suchmaschinengiganten Google.

Spezielle Webseiten, wie kununu.com, dienen ausschließlich dazu, Bewertungen und Erfahrungen zu Unternehmen im Hinblick auf ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu teilen und einzusehen. Gerade für Bewerber stellen sie eine beliebte Quelle zur Vorabrecherche über den potentiellen Arbeitgeber dar. Doch haben diese Bewertungen wirklich einen Einfluss?

Es wird gründlich recherchiert

„Andauernd Überstunden, unfreundliche Mitarbeiter und schlechte Bezahlung.“

– Anonymous

Wer auf der Suche nach einem Job ist und über derartige Bewertungen stolpert, wird sich wohl kaum bei diesem Unternehmen bewerben – besonders wenn sich die schlechten Bewertungen häufen.

Heutzutage reicht eine hübsche Firmenwebseite nicht mehr aus. Interessierten Bewerbern genügt es nicht, lediglich einen Blick auf die Stellenanzeige und die Webseite zu werfen. Vielmehr wird die Eigendarstellung des Unternehmens äußerst skeptisch überprüft, indem das gesamte Internet unter anderem nach Bewertungen und Erfahrungsberichten von Mitarbeitern und Bewerbern durchforstet wird. Dass Seiten wie kununu.com dabei immer beliebter werden, zeigen allein die Nutzerzahlen. Im vergangenen Jahr durfte sich kununu über ca. 2 Millionen Nutzer pro Monat freuen.

Ein Bewerber recherchiert am Laptop. Man sieht die Hände, die auf der Tastatur tippen.

SPECTRUM Insight: Auch wir sind auf kununu vertreten und dürfen uns aufgrund unserer guten Arbeitgeberqualität über die Auszeichnungen „Top Company“ und „Open Company“ freuen.

Wie Sie als Unternehmen die Prüfung bestehen

Erstens: Seien Sie sich der Bedeutung dieser Plattformen bewusst! Viele Unternehmen vernachlässigen die Aktivitäten von Mitarbeitern und Bewerbern im Netz. Wer verstanden hat, dass heute nicht nur Produktbewertungen gesucht werden, sondern auch Arbeitgeber aktiv empfohlen bzw. stringent von ihnen abgeraten wird, ist schon auf dem richtigen Weg.

Zweitens: Nehmen Sie sich Zeit, um Ihren Auftritt regelmäßig auf diversen Bewertungswebseiten zu überprüfen.

Drittens: Nehmen Sie Ihre Bewerter ernst und vermeiden Sie Gegenangriffe!

Viertens: Über positive Bewertungen freut sich natürlich jedes Unternehmen. Doch wie viele reagieren auf dieses Feedback? Unsere Empfehlung: Zeigen Sie Ihre Freude. Über die Kommentarfunktion können Sie sich spielend einfach bei Ihren Empfehlern bedanken.

Fünftens: Es kann nicht immer „Friede, Freude, Eierkuchen“ sein. Wer das Gegenteil behauptet, wirkt schnell unglaubwürdig. Es ist ganz normal, dass ab und an auch eine Bewertung auftaucht, die Kritik oder negative Empfindungen beinhaltet.

Eine Bewerberin schaut enttäuscht und macht mit beiden Händen die Thumbs-down Geste.

Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Handelt es sich um Kritik, die vielleicht sogar berechtigt ist? Fassen Sie sich an Ihre eigene Nase und denken Sie zuerst darüber nach, bevor Sie innerlich den Gegenangriff einleiten. Oder hat jemand tatsächlich eine Bewertung abgegeben, die absolut unberechtigt ist, schlicht und ergreifend falsche Tatsachen beinhaltet oder unter Umständen sogar beleidigend ist? Dann können Sie zurecht dagegen vorgehen, indem Sie diese Bewertung kommentieren – und zwar unbedingt auf sachliche Weise. Werden Sie niemals einem Mitarbeiter oder Bewerber gegenüber emotional oder gar beleidigend.

SPECTRUM Tipp: In Einzelfällen, in welchen Sie beweisen können, dass unwahre oder beleidigende Inhalte gepostet wurden, besteht auf einigen Plattformen die Möglichkeit, diese Bewertung entfernen zu lassen. Doch aufgepasst: Wer andauernd versucht, negative Bewertungen löschen zu lassen, verliert an Glaubwürdigkeit.

Sechstens: Keine Panik! Die Welt geht nicht unter, wenn zwischen guten Bewertungen auch einmal nicht so gute auftauchen. Die meisten Bewerber sind in der Lage, sich einen Gesamteindruck zu verschaffen und Bewertungen dahingehend zu beurteilen, ob der Bewerter einfach nur emotional geladen war oder sich hinter den entsprechenden Aussagen tatsächlich etwas verbirgt. Kritisch wird es natürlich, wenn mehrere Nutzer dasselbe Problem beschreiben. Hier gilt es, an die Ursache heran zu gehen und etwas im Unternehmen zu ändern. Denn nur, wer auch wirklich ein guter Arbeitgeber ist, kann auf überwiegend positive Kommentare hoffen.

Verschiedene Emojis als Tasten auf einer Tatatur.

Siebtens: Viele Mitarbeiter und Bewerber neigen dazu, nur Bewertungen abzugeben, wenn ihnen etwas nicht gefallen hat. Diejenigen, die zufrieden sind, müssen oft aktiv dazu animiert werden. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter und Bewerber daher ganz offen darum, eine ehrliche Bewertung abzugeben. Die Betonung liegt hier auf „ehrlich“! Lassen Sie sich eines gesagt sein: Fake-Bewertungen lohnen sich nicht. Sie sind sehr wohl zu erkennen und richten mehr Schaden als Nutzen an.

Achtens: Empfehlenswert ist außerdem, den Verfassern und Lesern klarzumachen, dass Fragen zu Bewertungen jederzeit beantwortet werden, Unklarheiten gerne beseitigt werden und Kritik nicht zu Tadel führt, sondern einen Anstoß für Optimierungen gibt. Ein kurzer persönlicher Kontakt kann schnell wieder ein gutes Gefühl vermitteln und dem Mitarbeiter oder Bewerber Sicherheit zurückgeben.

Fazit

Um den Erfolg Ihres Recruitingprozesses und Ihre Mitarbeiterzufriedenheit nicht zu gefährden, sollten Sie Onlinebewertungen laufend im Auge behalten, Kritikpunkte ernst nehmen und gegebenenfalls steuernd eingreifen.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Gewinnung von Mitarbeitern. Im Rahmen unserer Career Solutions nutzen wir unsere Arbeitgeberattraktivität und Erfahrung, um für Sie passende Talente zu finden und zu qualifizieren.

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