Literatursuche für wissenschaftliche Arbeiten

Ein Ebook lehnt an Bücherstapel.

Zu Beginn Deines Studiums kommst Du vermutlich das erste Mal mit dem sogenannten „wissenschaftlichen Arbeiten“ in Berührung. In der Schule hast Du zwar schon Hausarbeiten verfasst, doch die Anforderungen der Uni sind plötzlich viel anspruchsvoller: Zitiert werden darf nur nach gewissen Regeln, die Seiten müssen auf bestimmte Weise formatiert werden und so weiter. Das ist jedoch auch gut so! Denn Vorlesungen zum wissenschaftlichen Arbeiten bereiten Dich bereits in den ersten Semestern, d.h. im Grundstudium, auf Deine bevorstehende Bachelor- bzw. Masterarbeit vor. Widme diesem Thema also große Aufmerksamkeit. Sonst wirst Du Schwierigkeiten mit bevorstehenden Hausarbeiten haben und kannst spätestens vor der Abschlussarbeit noch einmal alles nachholen.

Die wichtigste Phase des wissenschaftlichen Arbeitens ist die Vorarbeit. Lange vor dem eigentlichen Verfassen gilt es ein geeignetes Thema zu finden und sich auf systematische Literaturrecherche zu begeben. In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wo Du geeignete Literatur für Dein Thema findest und wie Du am besten dabei vorgehst.

Das Thema

Egal ob Du ein Thema für eine Hausarbeit vorgegeben bekommst oder nicht, einer der ersten Schritte besteht in der Recherche von sogenannter Sekundärliteratur, denn Du kannst kein Thema festlegen, ohne zu wissen, was bereits von anderen dazu geschrieben und gesagt wurde. Hast Du Dir einen Überblick darüber verschafft, solltest Du eine eigene, bis dato noch nicht beantwortete Fragestellung entwickeln, die Du dann mithilfe wissenschaftlicher Literatur und/oder einer eigenen empirischen Untersuchung beantwortest. Mehr dazu in unserem Artikel So findest Du ein Thema für Deine Bachelor-/Masterarbeit.
Ein handgezeichnetes Fragezeichen auf einem Blatt Papier.
SPECTRUM Tipp: Beginne früh genug und nimm Dir ausreichend Zeit für diese erste Recherchephase. Je genauer Du hier arbeitest, desto präziser kannst Du Dein Thema definieren und desto leichter fällt Dir nachher das Schreiben. Hinzu kommt, dass Bücher in Bibliotheken unter Umständen von anderen ausgeliehen sein könnten, sodass Du mehrere Wochen darauf warten musst.

Die Quellen

Und wo findest Du nun die Werke, auf welchen Du Deine Arbeit aufbauen willst oder vielleicht sogar zitieren möchtest? Neben klassischen Büchern gibt es mittlerweile zahlreiche andere Varianten, an Informationen zu kommen.

1. Google

Im ersten Schritt ist es oft sinnvoll, diverse Schlagworte in Google einzugeben. So erhältst Du einen ersten, groben Überblick über Dein Thema und findest möglicherweise erste hilfreiche Literatur. Diese wiederum kannst Du anschließend über die folgenden Quellen ausfindig machen.

SPECTRUM Tipp: Versuche grundsätzlich nie Deine gesamte Fragestellung in das Suchfeld einzugeben. Überlege Dir lieber passende Schlagworte zu Deinem Thema und gib diese nacheinander ein. So erhältst Du deutlich mehr Ergebnisse.

Suchfeld mit Dokumenten im Hintergrund.

2. Bibliotheken

So altmodisch es einem vorkommen mag, der Gang in eine Bibliothek ist nach wie vor ein Muss für Studierende, die an einer Hausarbeit oder Abschlussarbeit arbeiten. Nutze auch ruhig verschiedene Bibliotheken, wie z.B. die Bibliothek Deiner Uni, die Stadtbibliothek oder in größeren Städten sogar die Landesbibliothek. Mitgliedsausweise erhältst Du meist ohne viel Aufwand vor Ort.

Bevor Du Dich jedoch auf den Weg machst, lohnt sich ein Blick in die Online-Suchmaschinen der jeweiligen Bibliothek. Diese erleichtern Dir die Suche nach vorhandener, für Dich geeigneter Literatur und ermöglichen Dir, Bücher zu suchen, zu finden und ggf. sogar zur Abholung zu reservieren. Dürfen Bücher nicht ausgeliehen werden, stehen vor Ort oft Leseecken oder -säle sowie Kopierer zur Verfügung. Wirf beim Griff in das Regal auch einen Blick neben das ausgesuchte Buch. Höchst wahrscheinlich stehen weitere interessante Bücher direkt daneben. Je nachdem ob Du lieber mit gedruckten Exemplaren oder digital arbeitest, gibt es mittlerweile auch zahlreiche Bücher als E-Books. Diese kannst Du bequem von zuhause über die Website der Bibliothek öffnen und lesen.

SPECTRUM Tipp: Achte auf das jeweilige Erscheinungsdatum der Literatur, die Du heraussuchst. Je aktueller, desto besser. Immerhin willst Du Dich über den aktuellen Forschungsstand informieren und nicht über den von vor 10 Jahren.

3. Google Scholar

Noch nie gehört? Google Scholar ist eine Suchmaschine, die Dir statt der normalen Google-Ergebnisse wissenschaftliche Dokumente liefert. Hierüber lassen sich spielend einfach Bücher, Artikel und Fachzeitschriften finden, die zitierfähig sind. Google Scholar ist eine tolle Möglichkeit, Dich über den aktuellen Forschungsstand Deines Themas zu informieren. Den Gang in die Bibliothek solltest Du Dir dadurch jedoch nicht sparen.

Studentin recherchiert in der Bibliothek

4. Online-Datenbanken

Viele Universitäten stellen Dir Zugriff auf eine oder mehrere Online-Datenbanken, wie z.B. Statista, Springer, JSTOR und viele mehr zur Verfügung, über welche Du kostenlos auf sehr viel Literatur zugreifen kannst. Solltest Du darüber noch keine Informationen erhalten haben, frag einfach mal nach. Es lohnt sich!

5. Dozenten/Professoren

Auch Deine Dozenten und Professoren können Dir wertvolle Tipps zu aktuellen Studien und Fachliteratur geben. Scheu Dich nicht, sie zu fragen.

6. Verboten: Wikipedia

Womöglich hast Du es schon in der Vorlesung gehört: Wissenschaftliches Arbeiten und Wikipedia sind eine absolut verbotene Kombination! Natürlich kannst Du in Deiner Recherchephase zum eigenen Verständnis bspw. Begriffe in Wikipedia nachschlagen, doch diese Quelle darf niemals in Deiner Arbeit genannt und zitiert werden. Andernfalls kannst Du Dir schon jetzt sicher sein, dass es Notenabzug gibt.

Eine Tastatur mit Wikipedia-Taste.

Die Vorgehensweise

Hast Du nach erster Recherche ein paar Bücher, Zeitschriften und Artikel gefunden, nimm Dir erst einmal etwas Zeit, diese durchzugehen. Dabei musst Du nicht jedes Buch von Anfang bis Ende durchlesen – Querlesen genügt am Anfang. Oft sind auch nur bestimmte Kapitel für Dich interessant. Beginne deshalb damit, das Inhaltsverzeichnis zu scannen. Welche Passagen könnten relevant sein? Mach Dir während des Sichtens unbedingt Notizen, schreibe wichtige Inhalte heraus und markiere entsprechende Seiten. Nichts ist nerviger als später in einem Stapel Bücher, Zeitschriften und Dokumente einen Absatz suchen zu müssen, den man irgendwann einmal gelesen hat.

SPECTRUM Tipp: Wirf auf jeden Fall auch einen Blick in das Literaturverzeichnis der Quellen, die Du herausgesucht hast. Diese Verweise auf weitere Literatur können sehr wertvoll für Dich sein.

Bemerkst Du beim ersten Querlesen, dass eine Quelle doch nicht zu Deinem Thema passt und nicht verwendbar ist, ist das überhaupt nicht schlimm. Sortiere diese einfach aus. Besser Du hast kurz hineingesehen als zu wenig Literatur, denn um eine qualitativ gute Arbeit zu schreiben, benötigst Du Wissen aus vielen unterschiedlichen Quellen. Fixiere Dich daher auch nicht auf eine der oben genannten Möglichkeiten der Literatursuche, sondern versuche viele verschiedene zu kombinieren. In einer Bibliothek lassen sich andere Quellen finden als in einer Datenbank oder über die Empfehlung eines Professors.

Viel Erfolg bei der Literatursuche und dem Schreiben Deiner Arbeit.

Bist Du auf der Suche nach einem Thema für Deine Abschlussarbeit, unterstützen wir Dich gerne, denn wir bieten regelmäßig Studierenden die Möglichkeit, ihre Bachelor- oder Masterarbeit bei SPECTRUM zu schreiben. Schick uns dazu einfach Deine Initiativbewerbung.

Mehr dazu auch in unserem Beitrag Dein Weg zur Bachelorarbeit im Unternehmen – Was es zu beachten gibt.

Mach’s nicht gewöhnlich. Mach’s anders.
#sonotmainstream

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