Wie Du mit Deinem LinkedIn-Profil in der Bewerbungsphase punkten kannst

Textbanner im LinkedIn-Style mit dem Schriftzug "Connect-ed"

In einem unserer letzten Beiträge haben wir Dir gezeigt, wie Du Dein Xing-Profil einrichtest, um es bei der Jobsuche als unterstützendes Element einzusetzen. Heute erläutern wir Dir, in welchen Fällen auch das soziale Netzwerk LinkedIn wichtig für Deine Bewerbung und Karriere sein kann, wie Du Dein Profil aufbaust, damit es für Personaler interessant ist und was Du tun musst, um tolle Jobangebote abzustauben.

Wieso LinkedIn?

LinkedIn ist wie Xing ein webbasiertes Business-Netzwerk, das für die Pflege und den Aufbau beruflicher Kontakte genutzt wird.

Über beide Plattformen kannst Du bspw. mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt treten und Dir ein berufliches Netzwerk bzw. eine eigene „Community“ aus Personen aufbauen, die Du im echten Leben vielleicht nicht so einfach getroffen hättest. Im Vordergrund steht das Treffen anderer Menschen und der Austausch mit diesen. Grundgedanke des Networkings in dieser Gemeinschaft ist die gegenseitige Unterstützung. Hilft Dir ein Mitglied, einen Job zu finden, hilfst Du vielleicht einem anderen Nutzer, Kontakt zu einem potentiellen Geschäftspartner herzustellen.

Während Xing vor allem im deutschsprachigen Raum genutzt wird, hat die Karriereplattform LinkedIn neben der nationalen eine weitaus internationalere Ausrichtung. Du kannst Dich auf LinkedIn also auch problemlos auf die Suche nach Unternehmen, Ansprechpartnern und Jobs im Ausland begeben.

Zudem kann Dir Dein Profil als professionelle digitale Visitenkarte dienen und Deine Sichtbarkeit in Suchmaschinen erhöhen. Das ist von Vorteil, wenn sich bspw. Personaler eines Unternehmens, bei welchem Du Dich beworben hast, online auf die Suche nach Dir begeben.

Eine gelbe Schnur schlängelt sich durch unregelmäßig eingeschlagene Nägel um ein Netzwerk darzustellen.

Profil einrichten

Die Einrichtung eines LinkedIn-Profils ist absolut kein Hexenwerk. In der täglichen Handhabung fällt mittlerweile eine Ähnlichkeit zu einem anderen sozialen Netzwerk auf, das ebenfalls die Unternehmensfarbe Blau nutzt. Du solltest Dir – wenn Du es professionell und seriös angehen möchtest – ausreichend Zeit für die Einrichtung einplanen. Ein paar Angaben aus dem Lebenslauf und ein Selfie als Profilbild reichen nicht aus. Ein gutes Profil sollte lückenlos und aussagekräftig sein. Profilbesucher sind in der Regel auf der Suche nach detaillierten Informationen. Wer bist Du? Was kannst Du? Was tust Du?

Wichtig ist außerdem, dass Du ein einmal eingerichtetes Profil auch weiterhin pflegst und anpasst, um die Chancen des Netzwerks voll und ganz ausschöpfen zu können.

SPECTRUM Tipp: LinkedIn bietet neben dem kostenlosen Standardaccount auch die Option verschiedener kostenpflichtiger Premium-Accounts an. Ob und welche Variante sich für wen eignet, kommt ganz auf das individuelle Nutzungsziel an. Bist Du auf der Suche nach einem Job, reicht in der Regel ein Basis-Account aus. Wer nach ausgiebiger Testphase jedoch eine größere Bandbreite an Funktionen nutzen möchte und die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen will, kann einen Blick auf die Premium-Career-Mitgliedschaft werfen.

1. Profilname und -slogan

In das Namensfeld solltest Du natürlich Deinen Vor- und Nachnamen eintragen. Verzichte hier bitte auf Pseudonyme. Diese mögen im privaten Umfeld auf einigen Plattformen zwar üblich sein, bringen Dich auf einem beruflichen Netzwerk wie LinkedIn jedoch überhaupt nicht weiter. Du möchtest ja immerhin „echte“ Kontakte knüpfen, die Dich in Deinem Offline-Leben weiterbringen.

Für den Profil-Slogan gilt es ein aussagekräftiges und gleichzeitig prägnantes Statement zu formulieren. Dieser Teil ist sehr wichtig für den ersten Eindruck und sollte klug gewählt sein. Beschreibe hier kurz und knapp, was Du kannst und was Du suchst. Ein Beispiel: MINT-Absolvent (B.Sc.) sucht Karrierestart in der Programmierung. Überlege Dir dafür, welche Keywords die Menschen, die Du ansprechen möchtest, interessant finden könnten. In Deinem Fall dürfte es sich vermutlich um Personaler handeln. Wen und nach welchen Qualifikationen suchen diese?

Zwölf Profilbilder von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Geschlecht.

2. Bild

Was ist das erste, das Du auf anderen Profilen betrachtest? Das Profilbild! Wähle ein professionelles, seriöses und sympathisch ansprechendes Foto von Dir in guter Qualität. Du solltest darauf gut zu erkennen sein. Ein No-Go sind Partybilder, Verkleidungen, Selfies und schwarz-weiß Aufnahmen.

Das Titelbild über dem Profilbild sollte zu Dir und Deinen Interessen bzw. Fähigkeiten passen. Für einen ITler bietet sich das Thema Computer an, für jemanden aus der Automobilbranche wohl Autos und eine Texterin würde vermutlich ein Foto von Büchern oder Buchstaben wählen.

3. Position bis Kontakt

Im nächsten Abschnitt gibst Du Deine aktuelle Tätigkeit (Student, Absolvent, Werkstudent, …), Deine letzte Ausbildungsstation sowie die Informationen zu Deiner Region und der Branche an, in der Du entweder aktuell tätig bist oder in welche Du einsteigen möchtest.

Da Du auf LinkedIn vorrangig Kontakte knüpfen und pflegen möchtest, solltest Du Dich bei den Kontaktdaten auf die Kanäle beschränken, die Du auch wirklich nutzt, d.h. über welche Du erreichbar bist. Deine privaten Social Media Profile solltest Du dabei besser außenvorlassen. Diese eignen sich meist nicht unbedingt für den beruflichen Kontext. Mehr dazu in unserem Beitrag So wird Social Media nicht zum Bewerbungskiller.

4. Kenntnisse

Bei der Auswahl Deiner Kenntnisse solltest Du unbedingt wichtige Keywords unterbringen, die zum einen zu Deinem Ziel (einen Job zu finden) und zum anderen zu Deinen Zielpersonen (Personaler) passen. Was kannst Du bieten, das aktuell besonders gesucht wird? Kannst Du zum Beispiel programmieren, bieten sich Worte wie Java oder Softwareentwicklung an. Versuch so konkret wie möglich zu sein.

Triffst Du mit Deiner Wahl ins Schwarze, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass potentielle Arbeitgeber auf Dich aufmerksam werden und sich bei Dir melden. Wirf ruhig auch einen Blick auf andere Profile. Vielleicht kannst Du Dir das ein oder andere Schlagwort abgucken.

Ein Häufchen Scrabble-Spielsteine. GAnz oben liegt eine Buchstabenreihe die das Wort "WORDS" ergibt.

SPECTRUM Insight: Auch wir sind auf einigen Online-Netzwerken aktiv und suchen nach Kandidaten, die auf unsere offenen Stellen passen könnten. Hast Du die Schlagworte angegeben, die wir in unseren Jobanzeigen verwenden, steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass Du darüber in unseren Fokus gerätst – und genauso funktioniert das bei vielen anderen Arbeitgebern.

5. Info – Zusammenfassung

Im Bereich Info kannst Du Dich Deinen Profilbesuchern im Rahmen einer Zusammenfassung präsentieren. Diese sollte jedoch nicht nur den weiter unten abgebildeten Lebenslauf wiederholen, sondern in der Ich-Form darlegen, wer Du bist und was Dich besonders auszeichnet. Sprich Deine Kontakte direkt an und teile Ihnen mit, wieso Du der richtige zukünftige Mitarbeiter bist. Unterstützen kannst Du das Geschriebene zudem durch den Upload verschiedenster Medien, wie Dokumente, Fotos, Videos, Präsentationen oder Links (z.B. zu Deiner Bewerber-Website). Achte dabei darauf, dass der Inhalt aussagekräftig ist und zum Rest Deines Profils passt.

6. Dashboard zur Unterstützung bei der Jobsuche

Nur für Dich sichtbar findest Du unter dem Abschnitt Info das Dashboard. Hier befinden sich sehr interessante Funktionen, die Dich bei der Suche nach einem Job unterstützen. So kannst Du Dir beispielsweise Karrieretipps von anderen Usern holen oder Recruitern signalisieren, dass Du nach einem bestimmten Job suchst. Wirf hier unbedingt einen Blick hinein.

7. Berufserfahrung, Ausbildung, Qualifikationen, Auszeichnungen

In den unteren Bereichen Deines Profils geht es schlussendlich um konkrete Angaben zu Deinen beruflichen Erfahrungen, Deinen akademischen bzw. schulischen Ausbildungsstationen, Deinen Fähigkeiten und Deinen Erfolgen. Nimm zur Bearbeitung dieser Felder Deinen Lebenslauf aus Deinen Bewerbungsunterlagen zur Hand und achte darauf, dass die Angaben übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, könnten Personaler verwirrt sein oder Dir sogar vorwerfen, dass Du falsche Angaben machst.

Denk auch immer an den Grundsatz: Weniger ist mehr. Lade also bspw. nicht alle Deine jemals bearbeiteten Projekte, sondern nur die wirklich guten und relevanten hoch, um Deine Profilbesucher nicht heillos zu überfordern.

Ein Mitarbeiter aus dem HR-Department liest gerade ein Anschreiben.

8. Interessen

Ganz unten findest Du zuletzt noch den Abschnitt Interessen. Hier werden alle Profile und Seiten aufgelistet, welchen Du auf LinkedIn folgst. Wähle auch diese bewusst. Folge also Influencern, Unternehmen und Gruppen, die zu Deinem Berufswunsch und der entsprechenden Branche passen, um zu zeigen, dass Du Dich auch wirklich dafür interessierst. Zwischendrin eignen sich natürlich auch Seiten oder Gruppen, die Dich privat interessieren und bspw. etwas mit einem Deiner Hobbys zu tun haben.

SPECTRUM Tipp: Auch Unternehmen sind Mitglied in zu ihrem Geschäftsfeld passenden Gruppen. Interessiert Dich ein bestimmtes Unternehmen, solltest Du Ausschau nach Gruppen halten, in welchen dieses aktiv ist. So erhöhst Du Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitarbeiter des Unternehmens aufmerksam auf Dich wird.

Aktiv sein

Hast Du Dein Profil eingerichtet und auf den neuesten Stand gebracht, wird es höchstwahrscheinlich immer noch keine Jobangebote regnen. Jetzt folgt Lektion 2:
Deine Aktivität!
Um unter den Millionen LinkedIn-Nutzern aufzufallen, musst Du auf Dich aufmerksam machen. Wie das geht, zeigen die folgenden Punkte:

  • Inhalte teilen:
    Indem Du täglich interessante eigene Artikel postest oder Beiträge anderer User teilst, schaffst Du einen Mehrwert für das Netzwerk und wirst sowohl für Deine Kontakte als auch für die jeweiligen Autoren sichtbar.
  • Kontakte pflegen:
    Beginnt einer Deiner Kontakte bspw. einen neuen Job oder hat Geburtstag, dann gratuliere ihm oder ihr! Auch eine Nachricht zu einem geschäftlichen Thema ist durchaus empfehlenswert, jedoch solltest Du nicht andauernd einen Grund suchen, um jemanden anzuschreiben, denn das könnte auf Dauer nerven.

Junge Bewerberin checkt ihr LinkedIn Profil am Smartphone.

  • In Gruppen & an Diskussionen beteiligen:
    Die Gruppen, welchen Du beigetreten bist, haben keinen Sinn, wenn Du Dich nicht am Geschehen beteiligst. Like, kommentiere oder teile Themen, die zu Dir, Deinem Spezialgebiet, Deinen Erfahrungen oder Deinem angestrebten Beruf passen, denn meist sind auch Personaler in diesen Gruppen Mitglied. Wichtig ist hierbei eine entsprechende Qualität und Sachlichkeit Deiner Beiträge.
  • Profil pflegen:
    Das wichtigste zum Schluss: Aktualisiere Deine Angaben regelmäßig! Nichts ist schlimmer als ein veraltetes Profil – und das sehen auch die Personaler so.

Viel Erfolg bei der Jobsuche! Soll es der Bereich IT sein, unterstützen wir Dich gerne dabei. Wie Du unsere Recruiter von Dir überzeugst, verraten wir in unserem Beitrag Unsere Recruiter packen aus. Wir freuen uns auf Deinen Besuch auf unserer LinkedIn-Unternehmensseite und unserer Website.

Weitere Tipps und Tricks zum Thema Bewerbung findest Du außerdem in unserer Blogkategorie Bewerber.

Mach’s nicht gewöhnlich. Mach’s anders.
#sonotmainstream

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