Jobwechsel in der Krise: 5 wertvolle Tipps

Junge Frau beim Jobwechsel in der Krise

Die Corona-Pandemie hat unser Privat- und Arbeitsleben von heute auf morgen komplett auf den Kopf gestellt. Zahlreiche Arbeitnehmer sind vom klassischen Büroalltag ins Home-Office gewechselt. Durch den so gewonnenen Abstand haben viele die Gelegenheit erhalten, ihr Berufsleben aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und neu zu bewerten. Der ein oder andere erkennt in der Krise, was privat und beruflich wirklich wichtig ist und ist dadurch hoch motiviert, die eigene berufliche Zukunft neu zu gestalten. Andere haben ihren Job verloren und sind gezwungen, sich etwas Neues zu suchen. Während die Kurzarbeit ein Höchstniveau erreicht hat und die Wirtschaftskrise in zahlreichen Branchen immer spürbarer wird, müssen Jobsuchende durchhalten.

Doch kann ein Jobwechsel in der Krise überhaupt gelingen? Wir geben 5 Tipps, auf die es zu achten gilt.

Gute Vorbereitung

Zahlreiche Bewerbungen wurden bereits an neue potenzielle Wunscharbeitgeber verschickt, aber bisher kam noch keine feste Zusage zurück? Durch die Corona-Pandemie hat sich die Anzahl an offenen Stellen auf dem Arbeitsmarkt deutlich reduziert. Jetzt ist es besonders wichtig, nicht in Panik zu verfallen! Sollte die Branche, die Sie für Ihre berufliche Zukunft auserkoren haben, besonders hart von der Krise getroffen worden sein, können Sie die Zeit bis zur Entspannung der Lage optimal für sich nutzen, um sich auf den zukünftigen Bewerbungsprozess vorzubereiten.

Newsletter Unternehmen Banner Blogbeitraege GIF

Analysieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auf Optimierungspotenzial und überarbeiten sie Ihre Bewerbungsdokumente. Nutzen Sie Ihr Netzwerk und bitten Sie Freunde und Bekannte (idealerweise aus dem HR-Bereich) Ihnen bei der Überarbeitung zu helfen. Jemand aus Ihrem Umfeld ist gerade ebenfalls auf der Suche nach einer neuen beruflichen Zukunft? Sehr gut! Tun Sie sich zusammen und helfen Sie sich gegenseitig bei Ihren Bewerbungsunterlagen oder trainieren Sie gemeinsam für Vorstellungsgespräche und Einstellungstests.

SPECTRUM Insight: Der Bereich für junge Bewerber in unserem Newsroom bietet auch für erfahrene Arbeitnehmer wertvolle Tipps, wenn es um die Optimierung von Bewerbungsunterlagen geht.

2. Genau prüfen

So langsam tragen Ihre Bemühungen Früchte. Sie wurden zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und auch erste Zusagen von Unternehmen erreichen Sie. In einer Krisensituation sollten Sie die Unternehmen nun noch sorgfältiger überprüfen als sonst. Damit verringern Sie die Wahrscheinlichkeit für Fehlentscheidungen und entgehen womöglich der Gefahr, die Entscheidung für ein bestimmtes Unternehmen im Nachhinein zu bereuen oder im schlimmsten Fall nach der Probezeit mit leeren Händen dazustehen.

SPECTRUM Tipp: Wer sich in einer ungekündigten Anstellung befindet und trotz Zusagen unsicher ist, der sollte lieber mit dem Wechsel warten bis sich die Krisensituation und die Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder entspannt haben.

Neuer Mitarbeiter bringt Anregeungen und Ideen im Videocall ein

3. Fokus auf Motivation und Fähigkeiten

Nach sorgfältiger Prüfung haben Sie nun ihrem neuen Traumjob zugesagt und werden diesen in Kürze antreten. Ihr neuer Arbeitsplatz im Büro ist im Ausnahmezustand, der Großteil ihrer neuen Kollegen ist im Home-Office und der bisherige Kontakt zum Unternehmen erfolgte ausschließlich virtuell – Unsicherheit und Zweifel kommen auf. An diesem Punkt nervös zu sein ist völlig normal. Sie sollten sich aber nicht davon übermannen lassen. In Situationen des Zweifelns sollten Sie sich auf Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen konzentrieren. Immerhin konnten Sie im Vorstellungsgespräch von sich überzeugen und ihr zukünftiges Unternehmen möchte Sie trotz der aktuellen Krise einstellen. Machen Sie sich dies bei aufkommenden Zweifeln immer wieder bewusst.

Angesichts der aktuellen Krisensituation sind auch Zweifel darüber, ob die Entscheidung für einen Jobwechsel die Richtige war, völlig normal. Denken Sie an die ursprüngliche Motivation, die Sie zu diesem Schritt bewogen hat und überprüfen Sie, ob diese Motivation weiterhin gilt. Falls ja, war es die richtige Entscheidung.

4. Gelassen bleiben

Neben der Verunsicherung, die oft mit einem Jobwechsel einhergeht, kommt häufig auch der Faktor Stress hinzu, welcher das Onboarding und die Integration in das neue Arbeitsumfeld negativ beeinflussen kann. Vor allem die ungewohnte Situation als neuer Mitarbeiter zu großen Teilen nur virtuell kommunizieren zu können, erhöht den Stressfaktor spürbar. Lassen Sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen und seien Sie sich darüber im Klaren, dass Ihren neuen Kollegen und Ihren neuen Vorgesetzten bewusst ist, welche Herausforderungen der Berufsstart aus dem Home-Office birgt. Keiner erwartet von Ihnen, dass Sie gleich am ersten Tag alles verstehen und jede Aufgabe mit Bestleistung abschließen.

Junger Mitarbeiter meditiert an seinem Arbeitsplatz

Individualisierte Unternehmenssoftware, interne Systeme und Prozesse sind deutlich schwieriger zu verstehen, wenn man sie nicht im direkten Austausch erklärt bekommt. Zudem kommt es häufiger zu Missverständnissen, wenn man größtenteils virtuell kommuniziert. Im Normalfall wissen Ihre neuen Kollegen das und werden deshalb in der Regel nachsichtig mit Ihnen umgehen.

5. Aktiv auf Kollegen zugehen

Gehen Sie aktiv auf Vorgesetzte und Kollegen zu und fragen sie um Rat, wenn Sie sich überfordert fühlen, weil Sie manche Dinge anfangs noch nicht richtig verstehen. Dadurch verhindern Sie Frust und gleichzeitig können Sie sich mit Ihren neuen Vorgesetzten und Kollegen sozialisieren.

Eine weitere Gelegenheit, um sich mit dem neuen Team zu sozialisieren und sich zu positionieren, sind die während der Krisenzeit häufig stattfindenden Telefonkonferenzen und Videocalls. Zögern Sie nicht, ihre eigenen Einschätzungen und Ideen ins Gespräch mit einzubringen. Selbstverständlich mag niemand Besserwisser, die an allem etwas auszusetzen haben, aber durch sinnvolle Beiträge und motivierende Ideen machen Sie sich einen Namen im Team. Wenn sich dann die Corona-Einschränkungen weiter lockern und Sie ihre neuen Kollegen erstmals persönlich gegenübertreten, haben diese bereits einen positiven Eindruck von Ihnen.

Weitere Artikel für Sie:

Remote Learning als Weiterbildungsansatz für Mitarbeiter

Jobhopping: Sprungbrett oder Karrierekiller

Wenn der Chef nichts vom Fach versteht: Frustration bei IT-Mitarbeitern

Business Tipp: Schneller einschlafen bei beruflichem Stress

Nicht nur erholt ins neue Jahr starten, sondern es auch bleiben – wie Ihnen die richtige Work-Life-Balance helfen kann

Bildnachweise für diesen Beitrag:
261284866 © fizkes – stock.adobe.com
214533137 © Seventyfour – stock.adobe.com
357804427 © Вадим Пастух – stock.adobe.com

Schreibe einen Kommentar

Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. OK Datenschutzerklärung