Full Stack Entwicklung – Eine Jobrolle für Multitalente?

Multitool auf Metalloberfläche

In unserer Beitragsreihe „Was macht eigentlich ein …?“ haben wir bereits die Berufsbilder des Frontend-Developers und Backend-Developers beleuchtet. In diesem Beitrag gehen wir auf die Kombination der beiden Jobrollen, die sogenannte Full Stack Entwicklung, ein. Wir zeigen Dir, worum es sich dabei handelt und welche Vor- bzw. Nachteile dieser Beruf mit sich bringt.

Was ist Full Stack Entwicklung?

Die Entwicklung von (Web-)Anwendungen wird in der Regel in Frontend- und Backend-Development unterteilt. Frontend beinhaltet dabei den visuellen Part und dessen Anbindung über Schnittstellen an das Backend. Im Backend befindet sich der Hauptteil der Logik: die Verarbeitung von Daten, Anfragen und Datenbanken sowie die Integration von externen Systemen. Full-Stack-Entwicklung ist die Kombination aus Frontend- und Backend-Entwicklung, bei welcher der/die Entwickler/in für beide Bereiche eingesetzt wird. Ein Full-Stack-Developer ist also sozusagen in zwei Berufen gleichzeitig tätig.

Die Zwillingsbrüder Front End und Back End machen zusammen Full Stack Entwicklung

Ein/e Full-Stack-Entwickler/in ist in der Lage, eine vollständige Webanwendung selbstständig zu entwickeln. So kann im Backend zum Beispiel Java in Kombination mit Hibernate, einer Datenbank nach Wahl im Framework Spring/ Spring Boot verwendet werden. Dazu kommt dann ein Frontend, dessen optisches Design mithilfe von HTML, CSS, Angular und JavaScript erstellt wird. Dies ist nur eine der immer weiterwachsenden Möglichkeiten an Kombinationen von Programmiersprachen, Frameworks usw. Dabei handelt es sich auch um ein generelles Beispiel dafür, wie Webseiten erstellt werden können. Google besitzt bspw. ein Frontend, das aus dem altbekannten Suchfeld und einem Bild besteht. Im Backend laufen Algorithmen, die eingehende Anfragen verarbeiten und die Resultate wieder ans Frontend senden. Diese werden dem Nutzer schließlich als Suchergebnisse angezeigt.

Unser Beitragstipp: So wirst Du zum Google-Profi

Vorteile der Jobrolle “Full-Stack-Entwickler/in”

Der Einsatz als Full-Stack-Entwickler/in eröffnet vielfältige Möglichkeiten mit verschiedensten Technologien. Das Feld der Tätigkeit ist somit breiter gefächert als beim reinen Frontend- oder Backend-Developer. Zudem bietet es abwechslungsreiche Aufgaben. Ein/e Full-Stack-Entwickler/in hat einen guten Überblick über die Frontend- sowie die Backend-Programmierung und trägt daher auch die Verantwortung, die Abstimmungen mit Designern und weitere Anforderungen umzusetzen.

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Nachteile des Berufsbildes

Schon in der Ausbildung zum Entwickler wird eine Spezialisierung vorgenommen, da es in der Regel unmöglich ist, in jedem Bereich ein absoluter Experte zu werden. Gerade heute, in einem Zeitalter, in dem stetig neue Innovationen, Sprachen und Technologien verwendet werden, ist es unrealistisch anzunehmen, dass das absolute Wissen von nur einer einzigen Person erlernt werden kann. Aus diesem Grund gibt es nur wenige Spezialisten, die beide Gebiete qualitativ beherrschen.

Lies dazu auch unseren Beitrag Allrounder vs. Spezialisten. Wer macht das Rennen im Bewerbungsverfahren?

Fazit

Als Full-Stack-Entwickler/in hat man das Privileg in mannigfaltigen Projekten mitwirken zu dürfen und abwechslungsreiche Aufgaben übernehmen zu können. Gerade für Berufseinsteiger, die sich noch in der Findungsphase befinden, kann diese Tatsache interessant sein, um zunächst beide Bereiche zu erforschen. Ebenso kann es eine neue Herausforderung für ausgebildete Frontend- oder Backend-Programmierer/innen darstellen, um das eigene Wissen zu erweitern und neue Aufgaben übernehmen zu können.

Auf der anderen Seite sind die Programmiersprachen und Technologien in beiden Teilgebieten so breit gefächert, dass fast niemand sie vollumfänglich beherrschen kann. Um Experte auf einem Gebiet zu werden, ist es also sinnvoll sich früher oder später für eine Richtung zu entscheiden.

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