„IT-Experten muss man sich selbst machen“ – Über komplexer werdende IT-Berufe und das Potenzial vielseitiger Weiterbildungen

Komplexe IT frustrierter Mitarbeiter

Was jahrelang von vielen Menschen und Firmen herbeigesehnt wurde, ist nun zur Realität geworden: Die digitale Transformation vollzieht sich in galoppierendem Tempo. Digitale Innovationen nisten sich mittlerweile – Corona-bedingt – in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen ein. Die Hauptlast dieser Transformationsprozesse tragen dabei die IT-Verantwortlichen. Diese haben jedoch mit der zunehmenden Komplexität der IT-Welt nachhaltig zu kämpfen. Denn es ändern sich nun auch zwangsläufig die Anforderungen an die Skillsets von IT-Berufen, welchen traditionelle Bildungswege immer weniger gerecht werden können. Darum lohnt es sich für Unternehmen, sich „IT-Experten einfach selbst zu machen“ – mithilfe von vielseitig gestalteten Weiterbildungspaketen.

Viel Arbeit, wenig IT-Personal und neue Bedürfnisse

Die Corona-Krise hat dazu beigetragen, dass Digitalisierungsprozesse weltweit rekordverdächtig beschleunigt wurden. Eine internationale Studie namens „Agents of Transformation 2021: The Rise of Full-Stack Observability“ von AppDynamics, einem Unternehmen von Cisco, geht davon aus, dass digitale Transformationsprojekte im Jahr 2020 dreifach schneller umgesetzt wurden als üblich. Dies lässt sich dadurch erklären, dass Unternehmen gezwungen waren, sich vermehrt mit (neuen) Geschäftsmodellen zu befassen, die schwerpunktmäßig auf digitale Lösungen abstellen. Doch blieb der Workload sämtlicher Transformationsprozesse hauptsächlich an den IT-Verantwortlichen hängen, die sich mittlerweile immer mehr über die zunehmende Komplexität der IT-Welt beschweren. Betroffen sind insbesondere Fachinformatiker, die unter anderem zuständig für Anwendungs- und Softwareentwicklung, Daten- und Prozessanalyse, digitale Vernetzung und Systemintegration sind. Doch werden im Großen und Ganzen die Anforderungen an alle IT-Berufe nachhaltig komplexer. Dadurch dass immer größere Anteile der analogen Welt ruckartig in die virtuelle transformiert werden, steigen – neben den Hard Skills – gleichzeitig auch die Ansprüche an die Soft Skills des IT-Personals. Denn laut Studie gaben stolze 89 Prozent der befragten IT-Experten an, unter immensem Druck zu stehen. Dies führt mitunter zu Frustrationsgefühlen gegenüber der eigenen Arbeit und immer häufiger auch zu Konflikten mit Kollegen und Vorgesetzten.

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Bereits die Ergebnisse des „Stack Overflow Developer Surveys“ für das Jahr 2020 wiesen auf eine ungünstige Entwicklung für ITler hin: Demnach gaben schon vor Pandemie-Ausbruch knapp 75 Prozent der Befragten an, gelegentlich Überstunden machen zu müssen. Die für den Sommer 2021 erwarteten Ergebnisse werden diesbezüglich vermutlich auf keine Erleichterung hindeuten. Im Gegenteil: Die weltweiten Bevölkerungen haben derzeit einen immensen Bedarf an digitalen Innovationen, die von IT-Fachkräften und Spezialisten umzusetzen sind. Diese sehen sich unter anderem mit neuen Technologien, der Notwendigkeit für mehr Monitoring-Lösungen sowie mit neuen Herausforderungen – vor allem im Bereich Cloud Computing – konfrontiert, so die Autoren der Cisco-Studie. Es wird deutlich: Unternehmen verspielen wertvolle Digitalisierungschancen und Potenziale, wenn sie auf die neuen Bedürfnisse der IT-Welt nicht produktiv eingehen und es dadurch verpassen, die „geheimen“ Coviteure nachhaltig an sich zu binden. Benötigt wird schließlich ein fortwährend optimiertes Skillset, das sich am besten durch vielseitige Weiterbildungspakete erwerben bzw. ergänzen lässt. Auf dem Spiel stehen sowohl der Digitalisierungserfolg einzelner Unternehmen im Speziellen als auch von Deutschland im Allgemeinen.

Mit dem richtigen Skillset Hilfe zur Selbsthilfe leisten

Die zunehmende Beschleunigung von Digitalisierungsprozessen macht es notwendig, dass IT-Verantwortliche einen vollumfänglichen Einblick, auch bekannt als „Full-Stack Observability“, in ihre IT-Landschaft haben. Schließlich hängen langfristig die Effizienz und die Sicherheit von Organisationen – seien es Behörden oder Firmen – davon ab. Doch sind IT-Experten im Arbeitsalltag nicht ganz auf sich gestellt. Zwar nahmen das Niveau und die Fülle der Arbeit im Laufe der Jahre immer mehr zu, doch sind zum Glück die Zeiten vorbei, in denen Code ausschließlich händisch geschrieben werden musste. Mithilfe von Code-Libraries, Compiler, Entwicklungsumgebungen, Frameworks und allerlei Tools lassen sich IT-Umgebungen immer effizienter betreuen. Ebenso wird vermutlich auch künstliche Intelligenz die Arbeit von IT-Beschäftigten zukünftig vermehrt unterstützen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie lernen mit dieser und anderen Automatisierungen bzw. Hilfestellungen gewinnbringend zu arbeiten. Ferner hängt der Digitalisierungserfolg von Unternehmen auch von der Anpassungsfähigkeit, Belastbarkeit, Eigeninitiative, Lernbereitschaft und Teamfähigkeit ebenjener IT-Verantwortlichen sowie von deren nachhaltigen Passung zur Unternehmenskultur ab. Wenn Firmen also in IT-Fachkräfte und Spezialisten investieren wollen, dann sollten sie weniger auf die Schulung beliebter Programmiersprachen wie Rust, TypeScript oder Python setzen, sondern vielmehr auf die Vermittlung von Soft Skills.

Verschiedene Werkzeuge

Um dem gesellschaftlich steigenden Bedarf an IT-Fachkräften und Spezialisten nachzukommen, geraten die gängigen Bildungseinrichtungen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen. Sind diese nicht mehr in der Lage, die hohe Nachfrage nach IT-Personal ausreichend zu decken, dann sind Unternehmen umso mehr darauf angewiesen, IT-Experten über Weiterbildungen zu generieren. Und die Möglichkeiten sind beachtlich: Logisch aufeinander abgestimmte Weiterbildungspakete – passend zu den jeweiligen Jobrollen – versprechen den neuen Herausforderungen besser gerecht zu werden als das standardmäßige Wissen traditioneller Bildungswege. Dies gilt insbesondere dann, wenn sogenannte „starke KI“ verstärkt die IT-Welt betritt. Nichtsdestoweniger wird man auch in absehbarer Zukunft in Sachen digitale Transformation nicht auf den Faktor Mensch verzichten können. Schließlich ist nur ein Mensch dazu fähig, kreative Prozesse – durch agile Methoden wie Design Thinking oder Scrum angeleitet – in erfolgreiche Innovationen umzuwandeln. Die IT-Beschäftigten von morgen müssen somit lernen, mit der stetig komplexer werdenden IT-Welt besonnener umgehen zu können. Unternehmen können ihren ITlern unter die Arme greifen, indem sie ihnen sämtliche hierfür benötigte Ressourcen bereitstellen. Im Rahmen unserer „Upskilling Services“ zeigen wir von SPECTRUM Ihnen gerne, welche Weiterbildungspakete sich für Ihr Unternehmen schnüren lassen.

Wir machen aus Talenten Experten.

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