Ria – Karriere und Familie:
Erfolgreiche IT-Consultant in Teilzeit

Marianne

IT-Consultant Ria erzählt von ihrer Arbeit bei der SPECTRUM und den ganz täglichen Herausforderungen, die eine Arbeitnehmerin im Bereich Consulting mit Kindern in Teilzeit zu meistern hat.

Hallo Ria, wie lange bist Du schon ein Teil der SPECTRUM?

Ich bin im Sommer 2016 zur SPECTRUM gekommen, durchlief zunächst für einige Monate das Traineeprogramm und arbeite seit 2017 eigenständig als Consultant in Kundenprojekten. 2019 und 2021 war ich jeweils ein Jahr in Elternzeit und seitdem arbeite ich in Teilzeit.

Was sind Deine Aufgaben bei der SPECTRUM?

Ich bin Consultant im Bereich Data Analytics. Meine Hauptaufgabe besteht darin, im Rahmen von Projektarbeit Daten zu analysieren, d.h. sie technisch aufzubereiten, Muster oder Auffälligkeiten zu erkennen und Vorhersagen zu treffen. So kann man beispielsweise die Rechnungsprüfung automatisieren. Manche Kunden buchen mich gleichzeitig auch als Projektleitung, weil sie keine internen Mitarbeiter haben, die sich fachlich ausreichend auskennen. Außerdem unterstütze ich gelegentlich den Sales-Prozess in beratender Funktion, indem ich prüfe, wo Einsatzbereiche von Data Science im Unternehmen eines Kunden liegen könnten.

Wie erklärst Du Deinen beiden Söhnen Deinen Job?

Wenn wir im Supermarkt eingekauft haben, schauen sich Mama oder Papa kurz den Kassenzettel an, um sicher zu sein, dass alles stimmt. In Firmen passiert das auch. Viele Mitarbeiter sehen sich den ganzen Tag Rechnungen an. Ich bringe dem Computer bei, dass er ihnen dabei hilft, damit sich die Leute nicht mehr so anstrengen müssen.

Wie definierst Du beruflichen Erfolg für Dich?

In meinen Projekten bin ich erfolgreich, wenn der Kunde zufrieden ist und mit meiner Hilfe seine Ziele erreicht, d.h. wenn ihm meine Arbeit an seinen Daten Erkenntnisgewinne bringt und ihm hilft, sein Unternehmen besser aufzustellen, Prozesse zu optimieren, Kunden zu gewinnen oder Gewinne zu vergrößern.

Bezogen auf meine Karriere sehe ich es als Erfolg an, wenn Entwicklung stattfindet. Ich habe am Ende meines Studiums eher zufällig mit dem Programmieren begonnen, weil es ein gutbezahlter Nebenjob war. So wurde ich Datenanalyst und habe dann nebenbei in Projekten gelernt, wie man Teams anleitet und Projekte managt – und das alles innerhalb der ersten vier Berufsjahre. Mein Motto ist immer: Ich will keinen Job, bei dem ich heute schon weiß, was ich in fünf Jahren beruflich mache.

Was war Deine bisher größte Herausforderung bei der SPECTRUM und wie hast Du sie gemeistert?

Bei meinem ersten Kundenprojekt sollte ich ursprünglich nur mit einem Kollegen „mitlaufen“, der schon lange bei diesem Kunden arbeitete und das Projekt eingefädelt hatte. Allerdings gab es Verzögerungen, sodass zwei Tage nach Projektbeginn sowohl dieser Kollege (der auch die technische Projektleitung übernommen hatte) als auch der interne Projektleiter des Kunden jeweils ihren wohlverdienten Jahresurlaub antraten. Ich war also wochenlang mit dem Projektteam allein, das irgendwie annahm, ich sei nun der Chef … Das Projekt endete mit einem super Ergebnis. Seitdem weiß ich, dass mir Projektmanagement liegt. 😉

Was ist Dein Geheimrezept, um in stressigen Phasen Deinen Berufsalltag erfolgreich zu meistern?

Ich bin ein Fan von To-Do-Listen und wenn es komplexer wird, auch von Projektmanagement-Software. So behält man den Überblick und vergisst keine Aufgaben, auch wenn man häufig unterbrochen wird. Abseits der technischen Hilfsmittel ist das Wichtigste meiner Erfahrung nach, dass man mit den Kollegen ehrlich kommuniziert: Wer erledigt was und wer hat gerade Probleme, seinen Workload zu schaffen? Hier muss man rechtzeitig beginnen, Aufgaben umzuverteilen, bevor das ganze Projekt an einem Nadelöhr ins Stocken gerät.

Letzte Frage: Was war das Skurrilste, das Du während Deiner beruflichen Tätigkeit erlebt hast?

Am Anfang eines neuen Projektes saß ich abends noch recht spät im fast leeren Großraumbüro, die internen Projektkollegen waren bereits zuhause. Plötzlich kam ein älterer Herr auf mich zu, der sich verabschieden wollte, weil heute sein letzter Tag in der Firma gewesen sei. Ich wollte nicht unhöflich sein, also machte ich ein bisschen „Rentner-Smalltalk“ mit ihm: was er so für Pläne habe bezüglich Reisen, Gartenprojekten etc. Er freute sich sichtlich über das Gespräch. Danach ging er zu anderen Mitarbeitern, die sich sehr viel distanzierter ihm gegenüber verhielten. Als er weg war, äußerten sie anerkennend in meine Richtung, wie erfahren ich wohl sei, dass ich so entspannt mit ihm sprechen konnte. Ohne es zu ahnen, hatte ich mich gerade mit dem CEO der Firma unterhalten …

Vielen Dank, Ria. Wir sind sehr froh, Dich im Team zu haben und freuen uns, gemeinsam mit Dir die großen und kleinen Projekte voranzutreiben.