Internationaler Frauentag 2020

Fünf Frauen stehen jubelnd nebeneinander

Seit 1911 feiern Frauen am 8. März den Internationalen Frauentag, auch Weltfrauentag, genannt.
Weltweit werden an diesem Tag auf die Gleichstellung der Geschlechter und die Frauenrechte aufmerksam gemacht. In einigen Ländern ist er sogar gesetzlicher Feiertag. Auch Berlin hat 2019, als erstes Bundesland, den 8. März zum gesetzlichen Feiertag erklärt.
Deutschland gehört zum kleinen Kreis derjenigen Länder, in denen der Internationale Frauentag von 1911 an gefeiert wurde. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Sozialdemokratinnen Clara Zetkin und Käte Duncker, die mitgewirkt hatten, den Weltfrauentag offiziell ins Leben zu rufen.

Dieser Internationale Frauentag ist die wichtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann.

-Clara Zetkin, Frauenrechtlerin, 1911-

Über 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag ist bereits viel von der Geschichte in Vergessenheit geraten. Diese war in Deutschland besonders bewegt: Hier wurde der Tag während des Nationalsozialismus verboten und geriet in der jungen Bundesrepublik zeitweilig in Vergessenheit. Spätestens mit der Wiedervereinigung Deutschlands konnte der Internationale Frauentag aber ein Comeback feiern. Heute ist er Plattform einer weltweiten und bunten Frauenbewegung und fest im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert.

Auch wenn die Zielsetzung von 1911 inzwischen erreicht wurde, so ist die Gleichstellung der Geschlechter nicht nur in Deutschland, sondern auch auf dem Rest der Welt nach wie vor ein großes Thema.

SPECTRUM Insight: Entgegen dem Trend ist bei uns die Frauenquote bereits bei 52% angelangt – und dies sogar in MINT-Berufen.

Am Weltfrauentag stehen Frauen einen Tag lang im Mittelpunkt und sollten diesen Tag daher nutzen, um Themen laut anzusprechen, die wichtig sind. Denn nicht jede Frau fühlt sich stark und sicher oder kann sich gar für andere stark machen. Statt politische Diskussionen darüber führen zu lassen, sollten sie ihn lieber für sich selbst nutzen und überlegen wie anderen Frauen geholfen werden kann. Denn Ungerechtigkeiten, Diskriminierung, #metoo und andere leidvolle Erfahrungen betreffen immer noch viele.

Auch im Job sind Frauen immer noch zu bescheiden, um ihre Erfolge zu verkünden und zu betonen. Es herrscht oft das Gefühl sich anzupreisen, wenn über Ziele oder Fähigkeiten gesprochen wird. Eher warten Frauen darauf, von Führungskräften entdeckt zu werden. Höchste Zeit also, sich sichtbar zu machen!

Darf dennoch etwas Spaß sein? Trotz dieser ernsten Themen sollten Frauen sich an diesem Tag auch mal feiern und dabei ihre Macken, Schwächen und Ticks etwas entspannter sehen und sich wenigstens einen Tag lang nicht ganz so ernst nehmen.

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