Generation Y und Z auf dem Arbeitsmarkt –Worauf es wirklich ankommt!

Eine Hand hält eine handgeschriebenes Papier mit den Buchstaben YZ und den Satzzeichen?! ins Bild.

Die Begriffe Generation Y und Z sollten Ihnen inzwischen bekannt vorkommen. In den Medien findet man unzählige Artikel dazu, wer hinter der jeweiligen Generation steckt, welche Ansprüche sie in Zeiten von Wokeness mitbringt und wie sie sich im Arbeitsleben verhält. Sie wissen mittlerweile entsprechend, dass Sie auf die neuen Herausforderungen, die diese Generationen mitbringen, reagieren müssen. Doch wie?

Wie sollen Sie es schaffen, einerseits gute Arbeitskräfte zu finden und diese andererseits zufriedenzustellen? Die neuen Generationen gelten als besonders schwierig und anspruchsvoll. Wie schaffen Sie es als Unternehmen noch attraktiv genug zu sein? Wie heben Sie sich von anderen Unternehmen ab und überzeugen die jungen Arbeitnehmer von sich? Dazu geben wir Ihnen in diesem Blogbeitrag ein paar Anregungen.

Dabei möchten wir Ihnen die Eigenschaften der beiden Generationen natürlich nicht vorenthalten.

Wer oder was ist die Generation Y?

Die Generation Y, auch Millennials genannt, gehört zu den Generationen, die mit am besten erforscht wurden. Die Generation Y ist auf dem Arbeitsmarkt bereits unterwegs und für ihre speziellen Ansprüche, die sie stellt, sehr bekannt.

Die Arbeit in einem Unternehmen soll für sie nicht nur einen Sinn haben, sondern zusätzlich abwechslungsreich sein. Dabei legen die Millennials insbesondere Wert auf Selbstverwirklichung. Als Teamplayer sind sie nicht nur offline, sondern auch online sehr gut vernetzt.

Eine Personengruppe der Generation YZ, bestehend aus Männern und Frauen, steht um einen Tisch und schaut auf einen Laptop.Für die Generation Y hat sich mittlerweile der Begriff der Digital Natives etabliert. Sie sind die ersten, die in ihrer Jugend mit dem Internet konfrontiert wurden und dieses vollständig in ihren Alltag integriert haben. Zu den Stärken der Millennials zählt die Projektarbeit, die sie häufig auch neben ihrem Job in eigenen Projekten voranbringen. Eine harte Trennung zwischen der Arbeit und ihrem Privatleben gibt es nicht mehr. Vielmehr ergänzen und verschmelzen die beiden Bereiche miteinander.

Private Angelegenheiten sollten auch während der Arbeitszeit geregelt werden können, gleichzeitig sind sie jedoch auch bereit, bei Bedarf in der Freizeit zu arbeiten.

Auch wenn Arbeit und Privates nicht mehr ganz trennscharf ist, ist der Generation Y Freizeit und Freiraum sehr wichtig.

Und wer ist die Generation Z?

Die Jugendlichen der Generation Z sind diejenigen, die gerade anfangen in den Arbeitsmarkt einzutreten. Im Gegensatz zur Generation Y werden sie schon ihr ganzes Leben lang von digitalen Technologien begleitet und sind mit ihnen aufgewachsen.

Die Generation Z hat das Bedürfnis, wieder stärker zwischen Arbeit und Privatleben zu unterscheiden. Dabei wird viel Wert auf klare Abgrenzungen und auch Strukturen gelegt. Die Arbeitszeit sollte begrenzt sein und nicht mit der Freizeit verschmelzen. Die jungen Menschen wollen sich nicht mehr nur in ihrer Arbeit verwirklichen, sondern ganz besonders in der Freizeit und mit sozialen Kontakten. Der ständige Austausch mit den sozialen Kontakten findet vor allem über soziale Medien und Netzwerke statt.

Ein Großteil der jungen Menschen dieser Generation bezeichnet sich auch als woke. Der Begriff woke leitet sich hierbei von Wokeness ab. Wokeness bedeutet frei übersetzt so viel wie “erwacht sein” und beschreibt ein erhöhtes Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeit, Rassismus, Sexismus und Umweltverschmutzung sowie die Bereitschaft, diese Probleme aktiv anzugehen. Bekannte Beispiele für den aktiven Protest sind z.B. die Black Lives Matter-Bewegung oder auch die Fridays for Future-Märsche.

Wichtig zu beachten ist, dass die Generation Z gerade erst anfängt, in den Arbeitsmarkt einzutreten und ihr Verhalten daher erst in Ansätzen erkennbar ist. Aufgrund dessen lassen sich noch keine eindeutigen Aussagen zum Arbeitsverhalten dieser Generation ableiten.

Vier junge Frauen der Generation YZ sitzen nebeneinander auf einer Mauer und schauen gemeinsam auf ein Smartphone.

Und was kommt nach Z? – Alpha!

Immer häufiger hört man in letzter Zeit von der “Generation Alpha”, den Nachfolgern der Generation Z. Allerdings können die meisten “Alphas” noch nicht einmal laufen oder wurden überhaupt geboren. Man könnte also meinen, dass das Thema für Personalverantwortliche noch weit in der Zukunft liegt. Oder vielleicht doch nicht …? In unserem Beitrag Generation Alpha: Die nächste Generation steht in den Startlöchern haben wir alles was wir aktuell über die Nachfolger der Generation Z wissen zusammengefasst.

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Herausforderung oder Chance – wie gehen Sie mit Generation Y und Z um?

Der Anteil der Bewerber verschiebt sich bei der Besetzung neuer Stellen immer weiter in Richtung der Generation Z. Deshalb sollten Sie Ihre Strategien im Employer Branding, im Schulmarketing und Hochschulmarketing auf die Bedürfnisse der neuen Generation anpassen.

Bei beiden Generationen ist auffällig, dass sie sich emotional nicht mehr stark an ihre Arbeitgeber binden. Versuchen Sie daher, sie auf andere Art und Weise zu motivieren. Spannende Projekte, wechselnde Herausforderungen, gute Entwicklungsmöglichkeiten und ergebnisorientierte Führung sind für die Generation Y und Z von Interesse.

Für die Generation Y wurde erst nach einiger Zeit deutlich, dass ein Umdenken in der Führung stattfinden muss. Deshalb hat sich vieles erst nach und nach entwickelt. Flexible Arbeitszeiten, Rücksicht auf die Work-Life-Balance und leistungsorientiere Vergütung stärken die Mitarbeitermotivation und -bindung.

Denken Sie jetzt schon weiter in die Zukunft und an die Generation Z. Warten Sie nicht zu lange damit, sich auch auf diese Generation einzustellen.

Wie sprechen Sie die neuen Generationen am besten an?

Nachdem Sie nun wissen, welche Anforderungen die neuen Generationen mitbringen, sollten Sie sich damit beschäftigen, wie Sie diese ansprechen können. Seien Sie dabei durchaus auch mal mutig und kreativ, denn Sie erreichen die jungen Menschen über völlig neue Kanäle. Ob Sie Fragen zur Bewerbung via WhatsApp beantworten, Influencer Marketing fördern oder Skype-Interviews durchführen – Ihrem Einfallsreichtum sind wenig Grenzen gesetzt. Bedenken Sie jedoch: Manchmal ist weniger mehr. Wählen Sie daher die Maßnahmen aus, die auch wirklich auf Ihre konkrete Zielgruppe passen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg bei der Gewinnung und Bindung neuer Nachwuchstalente.

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