Wenn der Chef nichts vom Fach versteht: Frustration bei IT-Mitarbeitern

IT Experte ist fassungslos weil sein Chef keine Ahnung von IT hat.

Schon im Vorstellungsgespräch können fehlende Fachkenntnisse bei Recruitern für viele IT’ler ein Ausschlusskriterium sein. Doch zeigt sich dies auch noch beim eigenen Vorgesetzten, steigt das Frustrationslevel ins Unermessliche.Wie sich dies vermeiden oder wieder senken lässt, damit Führungskraft und Mitarbeiter sich auf Augenhöhe begegnen, verrät dieser Beitrag.

Die Schuldfrage vermeiden

Für den IT-Spezialisten ist der Chef schuld, weil er gute Lösungsansätze aufgrund fehlender fachlicher Kenntnisse einfach nicht erkennt und halbherzig ablehnt. Stößt man wiederholt auf taube Ohren und wird einfach nicht verstanden, birgt dies ein hohes Frustrationspotenzial. Unterkriegen lassen sollte man sich allerdings trotzdem nicht.

Für den Vorgesetzten ist der IT’ler schuld, weil er die Ideen nicht überzeugend verkauft. Gegenseitige Schuldzuweisungen oder unglücklich sein helfen hier nicht weiter. Vielmehr sollten sich beide Parteien zunächst fragen, ob die eigene Kommunikationsstrategie die richtige ist.

Intelligent kommunizieren

Aus welchem Grund wurde der IT-Experte denn eingestellt? Wäre die Führungskraft bereits ein fachlicher Spezialist, wäre die Stelle wohl kaum notwendig. Natürlich kann der Chef inkompetent wirken und absolut keine Ahnung von IT haben, denn sich um die IT zu kümmern ist auch nicht sein Job, sondern die des IT-Profis. Umso mehr ist es dessen Pflicht, den Vorgesetzten von dieser neuen Idee zu überzeugen. Wer sich unterfordert fühlt, muss die Zügel in die Hand nehmen und klipp und klar erklären um was es geht und welchen Nutzen dies für das Unternehmen stiftet. Es gilt die Idee zu „verkaufen“!

Junge IT-Experten bei einem lockeren Meeting.

Gleichermaßen sollte die Führungskraft dem Mitarbeiter ein offenes Ohr schenken. Tut sich jemand schwer, seine Ideen überzeugend darzulegen, sollte der- oder diejenige unterstützt und weiterentwickelt anstatt abgewürgt werden.

SPECTRUM Tipp: Gerade die Kommunikation und soziale Interaktion sind für viele IT’ler eine Herausforderung. Soft-Skill-Schulungen leisten hier einen großen Beitrag, wenn erfahrene Trainer individuell auf die jeweilige Person eingehen und diese Kompetenzen orientiert an der Persönlichkeit weiterentwickeln. Deshalb sind Soft-Skill-Seminare ein großer Bestandteil unserer Qualifizierungsangebote – egal ob für junge Talente oder berufserfahrene Mitarbeiter.

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Unwissenheit akzeptieren

In einer schnelllebigen und komplexen Welt wie der heutigen kann und muss nicht jeder alles wissen und verstehen. Die Hauptaufgabe der Führungskraft besteht, wie der Name schon sagt, im Management und der Führung von Mitarbeitern. Hier muss der- oder diejenige kompetent sein, nicht bis ins kleinste fachliche Detail. Wer das akzeptiert und seine Ideen so darlegt, dass es jeder versteht, durch z.B. den Verzicht auf zu tiefgreifende Fachbegriffe oder den reinen Fokus auf das technische, ist auf dem richtigen Weg. Wirtschaftliche Argumente könnten dabei durchaus hilfreich sein. Daten, Zahlen, Fakten, Fakten, Fakten. Grundsätzlich sollte man sich im Vorhinein fragen, welche Interessen das Gegenüber hat und das Gespräch entsprechend vorbereiten.

Nervöse Führungskraft vor Vorstellungsgespräch

SPECTRUM Insight: Die meisten unserer Mitarbeiter sind im IT-Bereich tätig. Wir wissen deshalb genau, wie schnell Informationen anders aufgenommen werden können als sie gemeint waren – und zwar von beiden Seiten. Ein ständiger kommunikativer Austausch ist hier zwingend notwendig.

Entscheidungen nachvollziehbar darlegen

Hat der Chef eine Entscheidung gegen die eigene Idee getroffen, sollte man sich nach den Gründen dafür fragen: Habe ich gut genug argumentiert? Andererseits sollte aber auch der Vorgesetzte die Ablehnung plausibel erklären.

Fazit

Konflikte wie diese werden in Zukunft noch verstärkt auftreten, denn alle Unternehmen werden sich auf irgendeine Weise zum IT-Unternehmen entwickeln. Digitale Geschäftsstrategien werden zur Normalität werden, sodass der Bedarf an IT’lern weiter zunehmen wird. Führungskräfte sollten sich schon jetzt auf die Bedürfnisse dieser Mitarbeiter einstellen und ihre Soft-Skills fördern. Die IT’ler sollten wiederum Lernbereitschaft zeigen. Dann klappt es auch mit der Zusammenarbeit.

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