Recruiter Ben stellt klar:
„Das sind die richtigen Schuhe fürs Vorstellungsgespräch!“

Damen und Herren auf hellblauem und rosafarbenem Grund

Schuhe sind nebensächlich und außerdem Frauensache? Von wegen! Im Vorstellungsgespräch zählt der erste Eindruck von Kopf bis Fuß – und zwar unabhängig vom Geschlecht. Wer beim Verlassen des Hauses zum falschen Paar Schuhe greift, kann ganz schön ins Fettnäpfchen treten, denn Personaler achten auf jedes Detail. Wir zeigen Dir, mit welchen Tretern Du auf der sicheren Seite bist, mit welchen Du Mut beweist und von welchen Du lieber die Finger lassen solltest.

Die richtigen Schuhe zum Gesamtoutfit

Bei der Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch zählen leider nicht nur die inneren Werte, d.h. das was Du sagst oder fachlich auf dem Kasten hast, sondern auch Dein äußeres Erscheinungsbild. Dabei kommt es immer auf Dein Gesamtoutfit an – und dazu gehören nun einmal die Schuhe. Sie sind keinesfalls nebensächlich und sollten unbedingt in Farbe und Form zu Deinem Look passen, um das Gesamtbild abzurunden. Manchmal ist es auch möglich die Schuhe als Highlight bzw. Eyecatcher einzusetzen. Mehr dazu aber später.

Allgemeine Tipps zur Kleidungswahl findest Du in unserem Beitrag Vorstellungsgespräch: Was ziehe ich bloß an?

Für die Auswahl der richtigen Schuhe gibt es kein festgeschriebenes Gesetz. Was erlaubt oder „verboten“ ist, legen eher allgemeine „Benimmregeln“ fest. Diese variieren je nach Position, Unternehmen und Branche. Grundsätzlich kannst Du natürlich anziehen was immer Du möchtest. Für Deine beruflichen Chancen bietet es sich aber an, gewisse Konventionen einzuhalten. Dabei kannst Du aber trotzdem Deinen ganz persönlichen Stil mit einbringen, der für Deine Beurteilung übrigens ganz entscheidend sein kann. Wichtig ist zudem, dass Du Dich wohl fühlst und gut in Deinen Schuhen laufen kannst. Im Folgenden zeigen wir Dir zwei mögliche Strategien.

Regal in einem Schuhladen

1. Die sichere Nummer

Du möchtest seriös und vertrauenswürdig rüberkommen? Dann solltest Du auf schlichte schwarze oder dunkelbraune, ggf. auch dunkelblaue Schuhe setzen. Bitte kombiniere keine braunen Schuhe zu einem schwarzen Outfit oder anders herum. Sie sollten nicht abgewetzt und schmutzig sein, sondern gepflegt und sauber. Auffällige, knallige Farben und Materialien (z.B. Latex, Lack) sind ebenso wie offene Schuhe (z.B. Sandalen, Flip Flops) oder zu legere Freizeitschuhe (z.B. Sportschuhe, Chucks) ein No-Go. Auch bunte oder weiße Socken sollten lieber zuhause im Schrank bleiben. Besonders empfehlenswert ist diese Variante, wenn Du Dich bei einem eher konservativen Unternehmen, z.B. aus der Finanz- oder Versicherungsbranche, bewirbst. Der Schuh wird nicht betont und ist unauffällig.

Für Frauen gilt: Keine zu hohen Absätze! 10 cm Pfennigabsätze, Plateau-High-Heels, Peeptoes oder Stiefel sind nur erlaubt, wenn Du Dich in der Modebranche bewirbst. Alternativen gibt es genügend. So z.B. flache Schuhe wie Halbschuhe, Ballerinas, Loafer oder Leder-Schnürschuhe. Auch Pumps mit niedrigem (max. 6 cm) und bequemem Absatz sind absolut ok – vorausgesetzt Du kannst gut darin laufen.

Für Männer gilt: Am besten eignen sich Anzugschuhe, z.B. in Form feiner Lederschuhe. Wer richtig punkten will, stimmt sogar die Farbe der Schuhe auf den Gürtel ab.

SPECTRUM Newsletter

SPECTRUM Insight: Auch für ein Gespräch bei uns kannst Du Dich an diesen Regeln orientieren. Am wichtigsten ist uns dabei, dass Du Dich wohlfühlst und dass Du authentisch bist. Für den zweiten Kennenlerntermin geben wir Dir im Zweifelsfall ein paar Tipps mit auf den Weg. Also keine Angst: Gemeinsam ergattern wir Deinen Traumjob.

2. Die mutige Strategie

Willst Du keinesfalls konservativ erscheinen und stehst auf mehr Risiko, kannst Du bspw. sportlich-schicke Sneaker als Eyecatcher einsetzen, um Dich von der Masse abzuheben. Was für kreative Berufe oder in Start-Ups bereits Gang und Gäbe ist, kann für andere Branchen jedoch zu individuell und lässig sein. Recherchiere im Vorfeld also sehr genau, ob diese Strategie gut ankommen könnte und wieviel „Außergewöhnlichkeit“ für das Unternehmen und dessen Philosophie angemessen ist. Meist reicht ein schlichter Sneaker in gedeckten Farben ohne auffällige Muster.

Achte auch hier auf Sauberkeit, Gepflegtheit und den Gesamtlook. Entscheidest Du Dich für sportlich-schick, muss auch Deine restliche Kleidung diesem Motto entsprechen. Stellst Du es richtig an, kommst Du mit dieser Strategie sehr souverän, selbstsicher und selbstbewusst rüber.

Junge Frau mit weißen Schuhen fürs Vorstellungsgespräch

SPECTRUM Tipp: Du bist Dir unsicher, welche Herangehensweise die richtige ist? Wirf einen Blick auf die Website und die Social Media Kanäle des Unternehmens, von dem Du eingeladen wurdest. Die Fotos verraten Dir so einiges über die dort herrschende Kleiderordnung.

Und nach der Einstellung?

Hast Du den Job bekommen, solltest Du nicht alle gelernten Schuhlektionen direkt wieder vergessen und in der ersten Woche gleich in Deinen abgelatschten Chucks ankommen. Manche Menschen möchten durch ihre Kleidung ganz bewusst dem „mainstream“ entkommen. Um ihren Charakter auszudrücken, tragen sie die abgefahrensten Materialien, Muster und Formen. Ist das auch Dein Ding, solltest Du unbedingt zwischen Freizeit und Job unterscheiden.

Es ist völlig in Ordnung, wenn Dein Schuh nach Feierabend schreit „das bin ich“. Auf der Arbeit übernimmst Du jedoch eine bestimmte Funktion und Position, für Die Du von einem Unternehmen bezahlt wird. Dieses darf im Gegenzug verlangen, dass Du Deine Rolle angemessen ausfüllst und bspw. Kunden oder Geschäftspartnern im Sinne der Firma gegenübertrittst. Anders sieht es natürlich aus, wenn Dein Arbeitgeber Deinen außergewöhnlichen Stil auch beruflich begrüßt. Offene Kommunikation heißt hier das Zauberwort. Beobachte ganz bewusst, was Die anderen tragen und sprich mit Ihnen. An deren Verhalten und Aussagen kannst und solltest Du Dich dann orientieren.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deinem Gespräch. Du hast in der Corona-Krise Probleme einen Job zu finden? Dann wirf doch mal einen Blick in diesen Beitrag.

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Mach’s nicht gewöhnlich. Mach’s anders.
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