Die richtige Schriftart für Deine Bewerbung

Junge Bewerberin zeichnet Buchstaben beim Kalligrafiekurs.

Mit einer Bewerbung möchte man guten Eindruck schinden und vor allem eines: überzeugen. Dazu sollte man die Optik nicht vernachlässigen, denn das äußere Erscheinungsbild hat zu einem gewissen Grad eben doch einen Einfluss. So sagt die Schriftart Deiner Bewerbung beispielsweise mehr über Dich aus als Du vielleicht für möglich hältst. Studien haben bewiesen, dass Bewerbern anhand der ausgewählten Schriftart bestimmte Eigenschaften zugwiesen werden können.

Machst Du Dir Gedanken über die Gestaltung Deiner Bewerbung und bist Dir unsicher bei der Wahl der richtigen Schriftart, gibt Dir dieser Beitrag einige Hilfestellungen.

Sinn und Zweck

Das wichtigste und essentielle an einer Bewerbung ist und bleibt der Inhalt. Die Schriftart ist sozusagen nur das „i-Tüpfelchen“, mit dem Du einen guten Eindruck hinterlassen kannst. Dabei kommt es auch immer darauf an, für welchen Job Du Dich bewirbst. Bei einem kreativen Job im Bereich Marketing wird eine einwandfreie Gestaltung eher vorausgesetzt als bei einer Programmierer-Stelle.

SPECTRUM Insight: Bei uns erhältst Du beispielsweise keine Absage, nur weil uns Deine gewählte Schriftart nicht gefällt. Wir legen viel mehr Wert auf Deine Persönlichkeit, Deine Fähigkeiten und Deine Begeisterung für unsere ausgeschriebene Stelle. Wer sich für die Gestaltung seiner Bewerbung interessiert und alles perfekt machen möchte, darf das gerne tun, doch wir setzen es bei niemandem voraus. Hört sich gut an? Hier geht’s zu unserem Jobportal.

Bewerber füllt ein Bewerbungsformular aus.

Ändere Deine Schriftart erst, wenn Du Deine Unterlagen fertig geschrieben hast, damit Du im Gesamtbild siehst, wie die jeweilige Schriftart wirkt. Entscheide Dich für eine oder maximal zwei Schriftarten und verwende diese einheitlich in allen Deinen Bewerbungsunterlagen.

Die Wahl der Schriftart ist sicher auch ein stückweit Geschmacksache. Damit sie aber ihren Sinn erfüllt, sollte sie vor allem gut lesbar sein. Zu verspielte und unleserliche Schriftarten machen es den Personalern unnötig schwer.

Schriftgröße

Die Schriftgröße  sollte variiert werden, um wichtige Inhalte und Überschriften hervozuheben. Übetreiben solltest Du damit jedoch nicht. Am besten orientierst Du Dich an der Staffelung 111315.

11: Für normalen Fließtext und für Aufzählungen im Lebenslauf

13: Für Zwischenüberschriften, die Angabe des Datums sowie Adressaten und Absender

15: Zur Hervorhebung Deines Namen und für Überschriften

SPECTRUM Tipp: Beachte, dass nicht jede Schriftart gleich groß ist! Die genannten Werte sollen Dir lediglich zur Orientierung dienen. Je nach Schriftart musst Du eventuell einen Wert weiter hoch oder runter gehen. Drucke die fertige Bewerbung am besten aus und überprüfe, ob der Text eine gut leserliche Größe hat.

Schriftart

Bei der Wahl der Schriftart spielt auch immer die Entscheidung zwischen einer Serifenschrift und einer serifenlosen Schrift eine Rolle.

Bei der Serifenschrift gehen die Buchstaben fließend ineinander über. Sie ist im Gegensatz zur serifenlosen Schrift verspielt und an den kleinen Häkchen und Schwüngen zu erkennen. Der Klassiker schlechthin ist die Serifenschrift Times New Roman. Sie hat allerdings mit ihrem konservativen Image zu kämpfen. Während einige Personaler immer noch darauf setzen, stufen sie andere als einfallslos und altbacken ein.

Ein Mann und eine Frau zeigen den Daumen nach unten und schauen dabei angewidert.

Serifenlose Schriftarten, auch Groteske genannt, sind optisch zwar weniger weich, dafür aber sehr gut lesbar. Dank ihrer Geradlinigkeit wirken sie sehr aufgeräumt. Zu dieser Schriftart zählt unterer anderem Arial.

Weitere moderne Schriftarten sind Helvetica und Trebuchet (serifenlos) sowie Georgia und Cambria (mit Serifen). Keinesfalls verwenden solltest Du zu ausgefallene und verschnörkelte Schriften wie Lobster Two. Auch auf Comic Sans und Impact solltest Du verzichten. Weniger ist hier mehr.

Kannst Du Dich nicht für eine Richtung entscheiden, besteht durchaus auch die Möglichkeit, eine Serifenschrift mit einer serifenlosen Schrift zu kombinieren. So könntest Du beispielsweise für Überschriften etwas verschnörkeltes und für Fließtexte etwas geradliniges wählen.

Form follows Function

Bei der Wahl Deiner Schriftart kommt es, wie oben bereits erwähnt, auch immer darauf an, wofür Du Dich bewirbst. Nicht jede Schrift passt zu jedem Job. Überlege Dir im Vorhinein welcher Stil zu Deiner angestrebten Position passen würde.

Genauso ist das Unternehmen, bei welchem Du Dich bewirbst, und dessen Branche zu beachten. In einer kreativen Branche können ausgefallene Schriften sogar von Vorteil sein. Sie verleihen Deiner Kreativität Ausdruck. Bewirbst Du Dich dagegen in einer eher konservativen Branche, bietet es sich an, Deine Bewerbung clean und klassisch zu halten.

Nahaufnahme von Händen die auf einem Laptop tippen.

SPECTRUM Tipp: Informiere Dich über die Stelle, das Unternehmen und die Branche, in welcher dieses tätig ist und suche nach einer Schriftart, die dazu passen könnte. Wer in der obersten Liga mitspielen will, passt seine Schriftart sogar dem Corporate Design, d.h. der Hausschrift des Unternehmens an. Findest Du beispielsweise eine Präsentation des Unternehmens, kannst Du meist ganz einfach herausfinden, welche Schriftart verwendet wird. Damit zeigst Du, dass Du Dich schon im Vorhinein mit dem Unternehmen beschäftigt hast und kommst bei den Personalern gut an.

Fazit

Sei nicht zu voreilig beim Fertigstellen Deiner Bewerbungsunterlagen, sondern nimm Dir die Zeit, um Deine Schriftart zu überdenken. Achte darauf, dass die Schriftgrößen angemessen sind und Deine Schriftart zum Empfänger Deiner Bewerbung passt. Vergiss dabei aber nicht, dass das Thema Schriftart allgemein auch eine Frage des Geschmacks ist. Allen wirst Du es sowieso nicht recht machen können. Verschickst Du Deine Bewerbung online, solltest Du Deine Dokumente vor dem Versand unbedingt in ein PDF umwandeln. Damit stellst Du sicher, dass Deine Bewerbung auf jedem Computer korrekt angezeigt wird.

Wir drücken Dir die Daumen für Deinen Bewerbungsprozess!

Weitere hilfreiche Tipps gibt unser Beitrag Don’t forget: Checkliste für Deine Bewerbungsunterlagen. Und auch zum Thema Anschreiben und Lebenslauf haben wir etwas für Dich zusammengestellt.

Mach’s nicht gewöhnlich. Mach’s anders.
#sonotmainstream

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