Das wollen Personaler im Vorstellungsgespräch von Dir wissen: 5 typische Fragen

Junge Bewerberin sitzt selbstbewusst beim Vorstellungsgespräch vor den Personalern.

Du konntest mit Deinen Bewerbungsunterlagen überzeugen, wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen und leidest nun an einem Nervositätsausbruch? Dazu gibt es absolut keinen Grund, denn auf ein Vorstellungsgespräch kannst Du Dich gut vorbereiten. Dazu präsentieren wir Dir 5 klassische Fragen, die bei fast jedem Gespräch gestellt werden und zeigen Dir, wie Du am besten darauf reagieren solltest.

„Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“

Das ist der Klassiker schlechthin unter den Bewerbungsfragen.

Bei der Aufzählung Deiner Stärken solltest Du darauf achten, dass Du nicht einfach nur möglichst viele positive Eigenschaften von Dir aufzählst, sondern diese lieber auf ein paar einzelne reduzierst, die Du mit anschaulichen Beispielen belegen kannst. Was die Schwächen betrifft, ist es von Vorteil, diejenigen zu nennen, die nicht in Verbindung mit der ausgeschriebenen Stelle gebracht werden können. Bestenfalls handelt es sich bei genauerem Betrachten sogar um Stärken.
Aber Achtung: Aussagen wie „Ich bin ein Perfektionist“ werden mittlerweile nicht mehr gerne gehört. Personaler stufen diese als auswendiggelernte Floskel ein. Damit erntest Du also keine Pluspunkte.

SPECTRUM Insight: Bei SPECTRUM ist es uns besonders wichtig, dass Du an dieser Stelle ehrlich bist und zu Deinen Schwächen stehst. Erläutere uns am besten gleich, wie Du mit Deiner Schwäche umgehst und wie Du in Zukunft an ihr arbeiten möchtest. So können wir besser einschätzen, wie wir Dich zukünftig bei Deiner persönlichen Entwicklung unterstützen können.
Viele bunte Smarties auf weissem Hintergrund

„Wie viele Smarties passen in einen Smart?“

Wer immer noch glaubt, dass bei einem Vorstellungsgespräch nur Fragen mit direktem Bezug zur Arbeit gestellt werden, gerät bei dieser Fangfrage leicht aus der Fassung. Auf solche Fragen existiert meist gar nicht die eine, richtige Antwort. Und genau das ist es, was viele Bewerber ins Schwitzen bringt. Man spricht hierbei auch von den sogenannten Fermi-Aufgaben, die nach dem amerikanischen Kernphysiker Enrico Fermi benannt sind. Personaler stellen diese Art von Fragen, um zu beobachten wie Du auf dieses scheinbar unlösbare Problem reagierst. Für ein souveränes Auftreten solltest Du Ruhe bewahren und darlegen, wie Du bei der Beantwortung der Frage vorgehst. Der Fokus liegt hier auf Deiner Vorgehensweise und nicht auf der Antwort an sich.

Mehr dazu findest Du in unserem Beitrag Analytisches Denken. Was Arbeitgeber von Dir erwarten.

„Erzählen Sie etwas über sich.“

Dabei handelt es sich zwar eher um eine Aufforderung als um eine Frage, dennoch kann sie durchaus zur Challenge werden. Was Personaler hier nicht hören wollen, ist ein auswendig gelernter Vortrag des Lebenslaufs. Die Aufforderung bietet viel mehr die Chance, Dich in einem guten Licht zu präsentieren. Dazu solltest Du die wichtigsten Inhalte aus Ausbildung und Berufserfahrung darlegen und dabei unbedingt immer wieder den Bezug zur angestrebten Stelle herstellen.
Junge Bewerberin beim Jobinterview in ihrem Wunschunternehmen
Achte darauf, dass Du nicht in einen unaufhaltsamen Redefluss gerätst, sondern bei Deiner Selbstpräsentation das wichtigste auf den Punkt bringst. Hilfreich zur Orientierung ist hierfür das Schema: Ich bin – Ich kann – Ich will. Stell Dich also zuerst vor und schildere Deine persönliche Situation. Danach präsentierst Du die Highlights aus Deinem Lebenslauf. Gehe dabei auch auf Deine Kompetenzen und Erfolge ein. Zeige abschließend Deine Motivation für die Stelle und erläutere, welchen Mehrwert Du Dir dadurch erhoffst.

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SPECTRUM Tipp: Nimm Dir zur Beantwortung dieser Frage zwischen 3-5 Minuten Zeit. Um die wichtigsten Stationen, z.B. ein Praxissemester, aus Deinem Lebenslauf besonders prägnant hervorzuheben, kannst Du Dich an folgende Formel halten: Welche Situation habe ich zu Beginn vorgefunden? Für welche Aufgaben war ich zuständig? Was war schließlich das Ergebnis?

Möchtest Du mehr zum Thema Selbstpräsentation erfahren, bietet unser Beitrag Selbstvorstellung im Bewerbungsgespräch ausführliche Einblicke.

„Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?“

Auf den ersten Blick passt diese Frage überhaupt nicht in ein Vorstellungsgespräch. Was dahinter steckt, ist ein kleiner Persönlichkeitstest.

Mit Tieren werden spezielle Eigenschaften assoziiert. Deshalb soll die Wahl des Tieres Auskunft über den Teamgeist, den Fleiß oder die Loyalität des Bewerbers geben. Negativ behaftete Tiere, wie zum Beispiel das Faultier, sind deshalb als Antwort ungeeignet. Zu empfehlen ist die Wahl eines Tieres, das wünschenswerte und gut zum Unternehmen passende Eigenschaften verkörpert. So zum Beispiel der Fuchs, der als klug und geschickt gilt.
Lustige Perserkatze mit Sonnenbrille

„Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben?“

Wird Dir diese Frage gestellt, ist das Deine Chance zu beweisen, dass Du Dich mit dem Unternehmen und der Stelle auseinandergesetzt hast. Bei der Beantwortung darfst Du gerne Begeisterung und Enthusiasmus zeigen, doch das allein wird den Personaler nicht überzeugen. Es sollten klare Gründe für Deine Motivation zur Bewerbung erkennbar sein. Versuche also auf Folgendes einzugehen: Was erhoffst Du Dir von dieser Stelle? Wieso hast Du Dich gerade bei diesem Unternehmen beworben?

SPECTRUM Insight: An dieser Stelle ist für uns SPECTRUM Recruiter erkennbar, ob wir Teil einer Massenbewerbung waren oder ob der Bewerber ernsthaftes Interesse an der Stelle hat und sich bereits über unser Unternehmen informiert hat.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei der Vorbereitung und drücken Dir die Daumen für Dein Vorstellungsgespräch. Willst Du erfahren, welche Fragen Du den Personalern entgegensetzen kannst und welche Du eher vermeiden solltest, geben unsere Beiträge Gute Fragen für das Vorstellungsgespräch und Unpassende Fragen für das Vorstellungsgespräch weitere hilfreiche Tipps.

Wirf auch gerne einen Blick in unser Jobportal. Wir freuen uns darauf, Dich kennenzulernen!

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