Brauchen Unternehmen einen Chief Data Officer (CDO)?

Männerhände liegen auf einem Blatt Papier, auf welchem Zahlen und Diagramme zu sehen sind. Die rechte Hand hält einen Kugelschreiber

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. In Unternehmen sind immer komplexer werdende IT-Systeme im Einsatz. Um eine zielgerichtete Datennutzung zu gewährleisten, kann eine zusätzliche Ressource hilfreich sein.

CDO – Abkürzung mit Verwechslungsgefahr

Das Kürzel CDO steht sowohl für „Chief Data Officer“ als auch für „Chief Digital Officer“. Der „Chief Digital Officer“ beschäftigt sich mit Innovationen wie zum Beispiel RFID, NFC oder auch Blockchain. Diese Innovationen generieren durch deren Nutzung massenhaft Daten, mit welchen sich dann der „Chief Data Officer“ befasst. Ein „Chief Data Officer“ trägt demnach die Verantwortung für die Datenverarbeitung und -gewinnung innerhalb eines Unternehmens.

Die Aufgaben eines Chief Data Officer

Frühere „Chief Data Officer“ konzentrierten sich auf Data Governance, Data Quality und Regulatory Drivers. Heutzutage sind sie einflussreiche Vermittler, welche die datengetriebene Transformation vorantreiben.

Zu den Aufgaben eines „Chief Data Officer“ gehören heute beispielsweise die  Koordination und Überwachung von Daten- und Analytik-Initiativen. Er ist außerdem für die Entwicklung von Lösungen zur Ausschöpfung existierender oder neuer Datenquellen zuständig. Weiterhin fällt die Definition von Prozessen bezüglich der Datenauswertung in seinen Zuständigkeitsbereich. Zudem legt er Metriken zur Messung der Analysefortschritte fest.

In vielen Unternehmen übt der CDO eine eigenständige Position aus. Eine Zusammenarbeit mit dem übergeordneten „Chief Information Officer“ (CIO) ist allerdings zwingend notwendig. Diese Bezeichnung meint die IT-Leitung.

Welche Ziele verfolgt ein CDO mit seinem Handeln?

Grundsätzlich verfolgt ein CDO mit seinem Handeln mehrere Ziele. So soll er beispielsweise dazu beitragen, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Weitere Ziele sind eine möglichst hohe Effizienz sowie ein verbessertes Risikomanagement. IT-Innovationen sollen durch den CDO etabliert werden und Produkteinführungszyklen sollen zügiger ablaufen. Auch die Kostenoptimierung spielt bei der Arbeit eines CDO eine Rolle.

Für welche Unternehmen lohnt sich ein CDO?

Die digitale Transformation bringt organisatorische und kulturelle Veränderungen mit sich. Ob sich ein „Chief Data Officer“ lohnt, muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden. Für mittlere und größere Firmen kann diese zusätzliche Ressource durchaus lohnenswert sein und sich auszahlen, denn ein Chief Data Officer kann einen erheblichen Beitrag leisten, um den digitalen Wandel im Unternehmen schneller voranzutreiben.

 

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