Bewerbungsmythen
– wir decken auf

Eine Bewerberin am sitzt am Schreibtisch vor ihrem Laptop und ärgert sich über Bewerbungsmythen.

Um das Thema Bewerbung ranken sich nicht nur viele Geschichten und Gerüchte, sondern ganze Mythen. Du bist Dir nicht sicher, was davon wahr und was falsch ist? Wir stellen typische Bewerbungsmythen für Dich auf den Prüfstand und nehmen sie ganz genau unter die Lupe.

Dadurch hast Du bei Deiner Bewerbung hoffentlich ein wenig mehr Sicherheit und lässt Dich weniger aus der Ruhe bringen.

Mythos 1: Qualifikationen und Anforderungen aus der Ausschreibung musst Du allesamt erfüllen

Bescheidenheit ist an dieser Stelle nicht angebracht. Natürlich versucht der Arbeitgeber, sich seinen Wunschkandidaten in der Ausschreibung zusammenzubasteln. Während das Unternehmen erwartet, dass Du einige Anforderungen unbedingt erfüllen musst, gibt es oftmals auch welche, die zwar Pluspunkte für den Bewerber geben, aber nicht zwingend erfüllt werden müssen.

SPECTRUM Tipp: Trau Dich und bewirb Dich trotz vermeintlicher Qualifikationslücken auf Deine Traumstelle – vielleicht hast Du Glück. Wird z.B. ein abgeschlossenes Studium in der Ausschreibung gefordert und Du hast Dein Studium aber gar nicht abgeschlossen, können durchaus Ausnahmen vorkommen, wenn Du auf Deinem Fachgebiet etwas drauf hast.

Am Wichtigsten ist bei alledem: Damit Du es bis ins Vorstellungsgespräch schaffst, musst Du bereits in der Bewerbung klar zeigen, warum Du trotz fehlender Anforderung die richtige Person für den Job bist.

Eine Bewerberin unterzeichnet ihren Arbeitsvertrag beim Abschluss ihres Vorstellungsgesprächs.

Mythos 2: Der Lebenslauf darf nur eine Seite lang sein

Dieser Mythos macht schon lange die Runde. Du hast vielleicht schon ein wenig Berufserfahrung sammeln können und fragst Dich, wie Du alles auf einer einzigen Seite unterbringen sollst? Keine Sorge, dieser Mythos ist eindeutig falsch! Als Berufseinsteiger bekommst Du Deinen CV vielleicht gerade noch so auf eine Seite. Mit jeder neuen Erfahrung, die Du sammelst, wird Dein Lebenslauf aber natürlich Stück für Stück länger.

SPECTRUM Insight: Das ist für unsere Personaler absolut kein Ausschlusskriterium, sondern zeigt nur, dass Du wichtige Erfahrungen mitbringst. Achte jedoch darauf, nicht den Fokus zu verlieren. Versuche bitte nicht, jede Kleinigkeit in Deinen Lebenslauf aufzunehmen, nur um einen erfahreneren Eindruck zu hinterlassen.

Mythos 3: Das Anschreiben ist das Wichtigste an der ganzen Bewerbung

Natürlich gehört ein gut formuliertes Anschreiben zu einer überzeugenden Bewerbung unbedingt dazu. Doch nur wirklich individuelle Anschreiben werden Personaler von Dir überzeugen. Denn die kennen meist alle Vorlagen, die es im Internet gibt – ein Standardanschreiben hilft Dir also nicht weiter.

Eine junge Bewerberin sitzt verärgert vor ihrem Laptop. Mehrere zerknüllte Blätter liegen vor ihr.

SPECTRUM Insight: Neben einem individuellen Anschreiben, ist für unsere Recruiter der Lebenslauf mindestens genauso wichtig. Denn der zeigt die harten Fakten: Ausbildung, Praxiserfahrungen und weitere Leistungen sowie Qualifikationen, die Du mitbringst.

Mythos 4: Viel hilft viel – Du solltest möglichst viele Bewerbungen verschicken

Du verschickst Bewerbung über Bewerbung und es passiert trotzdem nichts? Nur, weil Du viele Bewerbungen verschickst, heißt es nicht automatisch, dass Du auch bessere Chancen hast. Vielleicht hast Du auch schon bemerkt, dass es irgendwann schwierig wird, jedes Schreiben individuell zu gestalten und auf die ausgeschriebene Stelle und den Arbeitgeber anzupassen. Hier spielt wieder der Punkt der Individualität hinein, der viel wichtiger ist, als tausende Bewerbungsschreiben zu versenden, die am Ende des Tages nur durchschnittlich sind.

SPECTRUM Tipp: Um zu überzeugen, solltest Du Dich lang genug mit der Stelle befasst haben. Unterlagen, bei denen Personaler sofort sehen, dass sich der Kandidat weder mit der Stelle noch dem Unternehmen auseinandergesetzt hat, helfen wenig. Versende lieber wöchentlich drei, vier oder fünf wirklich gute Bewerbungen als ein Standardschreiben an möglichst viele Unternehmen.

Mythos 5: Initiativbewerbungen bringen Dich nicht weiter

Das Unternehmen hat gerade keine Stelle in dem für Dich passenden Bereich ausgeschrieben und deshalb suchen sie niemanden? Auch, wenn das Unternehmen zurzeit keinen Job ausgeschrieben hat, kann sich eine Bewerbung durchaus lohnen. Unternehmen planen ihren Personalbedarf oft schon für die kommenden Jahre. Dabei kann es sein, dass sich bereits Bedarf abzeichnet, dieser jedoch erst später ausgeschrieben wird. Probiere also Dein Glück und bewirb Dich einfach – mit Initiativbewerbungen waren schon viele Bewerber vor Dir erfolgreich.

Bewerber und Personalerin geben sich beim Vorstellungsgespräch die Hand.

Mythos 6: Alles, was auf Social Media passiert, bleibt privat

Du postest gerne auf Instagram, Facebook und Co.? Das ist grundsätzlich natürlich erst einmal kein Problem. Allerdings solltest Du daran denken, dass es mittlerweile durchaus üblich ist, dass Personaler die Social Media Profile von Bewerbern aufsuchen. Und leider bleibt dabei nicht immer alles so privat, wie Du vielleicht denkst. Unprofessionelle Inhalte könnten Dir dabei im schlimmsten Fall zum Verhängnis werden. Partybilder, Hassposts, radikale Ansichten oder zu private Details haben auf Deinen Profilen nichts verloren.

SPECTRUM Tipp: Achte darauf, dass Dein Lebenslauf mit Deinen Angaben auf Social Media übereinstimmt, denn auch das prüfen Personaler öfter einmal. Checke Privatsphäre-Einstellungen, überprüfe, was andere über Dich posten und sorge für ein stimmiges Bild von Dir. Mehr dazu in unserem Beitrag So wird Social Media nicht zum Bewerbungskiller.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner Bewerbung und würden uns freuen, ein Exemplar zu Gesicht zu bekommen! Hier geht’s zu unserem Jobportal.

Mach’s nicht gewöhnlich. Mach’s anders.
#sonotmainstream

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