Arbeitslaptop absichern Teil 2: So schützen Sie sich vor unerwünschtem Zugriff

Finger tippt auf Lupe im Suchfeld

In Teil 1 dieses Beitrags sind wir auf die allgemeinen Gefahren Passwort, E-Mail, fremde Blicke und USB-Sticks eingegangen. In diesem Teil widmen wir uns nun den Gefahrenstellen Browser und Cookies. Wie schützen Sie Ihren Laptop beim Surfen?

Datenschutz: Ein leidiges oder notwendiges Thema?

Passiert ist es schnell: Gelangt man auf eine „falsche“ Website, ist der Laptop mit einem Virus infiziert. Doch es muss nicht immer gleich das Schlimmste eintreffen. Schon allein die Unmenge an Daten, die durch das bloße Surfen im Internet hinterlassen werden und dementsprechend von anderen analysiert werden können, sind für viele ein rotes Tuch. Es geht um die Sicherheit der eigenen Daten. Anhand der IP-Adresse und Informationen zum Browser kann recht einfach nachvollzogen werden, wann man online war und wann nicht, auf welchen Seiten man sich bewegt, was einen interessiert und, und, und ….

Welche grundlegenden Dinge Sie tun können, um sich im Internet besser zu schützen, zeigen unsere folgenden Handlungsempfehlungen.

1. Browser updaten

Der einfachste und wichtigste Schritt, um sicherer zu surfen, ist den Browser auf dem aktuellen Stand zu halten, da dieser immer weiterentwickelt und auf neuere Sicherheitsstandards gebracht wird.

Möchten Sie überprüfen, ob die aktuelle Version installiert ist, lässt sich dies z.B. im Firefox-Browser über das Menü (3 Striche rechts oben) im Punkt Hilfe > Über Firefox schnell herausfinden.

Mitarbeiter beim Laptop absichern

2. Eigene IP-Adresse (WLAN) identifizieren

Windows:

  1. Drücken Sie die Tasten [Windows] und [r]
  2. Es öffnet sich ein Fenster: Geben Sie „cmd“ ein und drücken Sie [OK]
  3. Im nächsten Fenster geben Sie den Befehl „ipconfig“ ein und drücken auf [ENTER]
  4. Im Bereich Drahtlos-LAN-Adapter WLAN erscheint in der Zeile IPv4-Adresse Ihre eigene IP-Adresse – ein eindeutiger digitaler Fingerabdruck, den viele beim Surfen verteilen.

Mac:

  1. Öffnen Sie unter Programme > Dienstprogramme das Terminal
  2. Geben Sie den Befehl „ipconfig getifaddr en0“ ein und bestätigen Sie die Eingabe mit [ENTER]
  3. Dahinter erscheint Ihre IP-Adresse

Sie möchten genauer wissen, welche Informationen Sie preisgeben? Auf experte.de können Sie einen Browser Privacy Check durchführen.

3. Proxy, VPN oder Tor benutzen, um sicherer zu surfen

Proxy

Der Proxy-Server fungiert als Vermittler. Er nimmt eine Anfrage auf, stellt diese über eine eigene IP-Adresse und gibt die erhaltene Antwort wieder zurück. Auf diese Weise gelangt die eigene IP-Adresse gar nicht erst in Umlauf.

VPN

Ein VPN (Virtual Private Network) ist ein virtuelles privates Kommunikationsnetz.

Die Nutzung ist vor allem dann sinnvoll, wenn man viel mobil arbeitet, wie z.B. in der Bahn oder in einem Café. Sobald man sich über ein öffentliches WLAN anmeldet, ist man für alle anderen Benutzer im Netzwerk sichtbar. Ein VPN verhindert dies.

Tor

Dabei handelt es sich um einen Browser, über welchen man sicher surfen kann. Durch eine sehr gute Verschlüsselung der Nutzerdaten ist man anonym unterwegs.

Nachteile sind jedoch zum einen das Design und zum anderen das Thema Schnelligkeit, doch dafür isoliert er Cookies und löscht den Verlauf nach jeder Benutzung.

Finger tippt auf Lupe im Suchfeld

4. Browser richtig einstellen

In jedem Browser gibt es verschiedene Einstellungen, die das Surfen im Internet sicherer machen. Am Beispiel Firefox erläutern wir die wichtigsten:

Verbindungs-Einstellungen

  1. Das Menü öffnen (3 Striche oben rechts)
  2. Einstellungen auswählen
  3. Zu den Verbindungs-Einstellungen scrollen (ganz unten)
  4. Den Button [Einstellungen …] auswählen
  5. Ganz unten die Checkbox [DNS über HTTPS aktivieren] ankreuzen
  6. Mit [OK] bestätigen

Browser Datenschutz

  1. Nun in der linken Navigation den mit einem Schloss gekennzeichneten Punkt Datenschutz & Sicherheit auswählen.
  2. Von der Einstellung Standard zu Benutzerdefiniert wechseln. So werden Cookies und die Aktivitätenverfolgung verhindert.
  3. Weiter unten finden sich die Cookies und Website-Daten mit den Cookies, Website-Daten und dem Cache, der sich dort auch löschen lässt. Unter Ausnahmen verwalten … kann genau bestimmt werden, welche Websites immer oder niemals auf Cookies und Website-Daten zugreifen dürfen.
  4. Im Abschnitt Berechtigungen lassen sich Bereiche wie Standort, Kamera und Mikrofon für Websites blockieren. Doch Achtung: Wird bspw. Skype im Browser genutzt, dürfen Kamera und Mikrofon nicht blockiert werden.

AdBlocker

  1. Zuletzt sei noch der Werbeblocker AdBlock für Firefox erwähnt. Dieser verhindert, dass Werbung auf Webseiten, in Facebook oder auf YouTube angezeigt wird.
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In anderen Browsern wie bspw. Chrome sind die genannten Einstellungen ziemlich ähnlich. Hinzu kommen folgende Empfehlungen:

  1. Über die Einstellungen einen Sicherheitscheck machen
  2. JavaScript deaktivieren oder Privacy Badger installieren, um die Ausgabe zu vieler Informationen zu blockieren. Ist neben dem JavaScript-Icon ganz rechts neben der URL in Chrome ein rotes Kreuz zu sehen, ist Java-Script ausgeschaltet.
  3. Einen Werbe- oder Trackingblocker verwenden (z.B. uBlock Origin)
  4. Speichern von Passwörtern im Browser verhindern: Menü öffnen (3 Punkte oben rechts) > Einstellungen > Passwörter > Speicher von Passwörtern anbieten (Hier findet man alle Passwörter, die gespeichert wurden oder als Nie speichern für … definiert wurden) > Ausschalten

Wir wünschen viel Spaß beim sicheren Surfen!

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